Verletzungs-Drama

"Warum immer ich?" Ski-Gigant am Boden zerstört

Der nächste schwere Rückschlag für Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde. Nach seinem Achillessehnenriss spricht der Norweger über seine Verzweiflung.
26.10.2026, 06:00
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Aleksander Aamodt Kilde kämpfte sich nach einem Horror-Sturz zurück auf die Ski-Piste – nun steht er erneut vor einem Scherbenhaufen. Ausgerechnet während seiner Comeback-Vorbereitung in Chile riss sich der frühere Gesamtweltcupsieger die Achillessehne. Nach monatelanger, harter Arbeit muss der Norweger wieder von vorne beginnen. Im Interview mit dem norwegischen Sender NRK spricht er nun offen über seine Verzweiflung.

"Ich konnte nicht glauben, dass es wahr ist. 'Warum stürze ich? Warum verletze ich mich immer wieder? Was ist da los?'", schildert Kilde seine ersten Gedanken nach dem folgenschweren Sturz.

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Für den 34-Jährigen ist es der nächste schwere Rückschlag in seiner langen Leidensgeschichte. Besonders bitter: Der Norweger hatte sich nach seiner letzten schweren Verletzung gerade erst wieder an die Weltspitze herangearbeitet, war am Weg zu seinem Comeback.

"Das fühlt sich sehr ungerecht an"

Der Unfall ereignete sich vor wenigen Wochen bei einem Abfahrtstraining in Chile. Kilde stürzte, die gesamte Wucht des Aufpralls konzentrierte sich auf seinen Knöchel und die Achillessehne.

"Und dann machte es einfach klick. Ich spürte, dass etwas passiert war", erinnert sich der Ski-Star. Die neuerliche Verletzung trifft ihn auch mental schwer. "Im letzten Jahr ist einiges zusammengekommen. Es war eine schwere Zeit. Nach ein paar Tagen ging es dann darum, die Situation zu verarbeiten und zu akzeptieren", erklärt Kilde. Die Situation fühle sich für ihn "sehr ungerecht an".

Mutter fürchtete das Schlimmste

Nicht nur Kilde selbst, auch seine Familie leidet unter dem neuerlichen Verletzungsdrama. Seine Mutter Kristin Aamodt Kilde befand sich gerade im Italien-Urlaub, als sie die Nachricht vom Sturz ihres Sohnes erhielt.

Zunächst befürchtete sie eine noch schwerere Verletzung mit möglichen langfristigen Folgen für sein Leben. Als klar wurde, dass Kilde einen Achillessehnenriss erlitten hatte, war sie zumindest in dieser Hinsicht erleichtert.

"Dennoch ist es herzzerreißend. Besonders jetzt, nachdem er so viel Arbeit in sein Comeback gesteckt hat – und gerade zu einem Zeitpunkt, an dem wir hören, dass er in Chile schnell unterwegs war", erzählt sie.

Schon 2024 schwer verletzt

Bereits im Jänner 2024 hatte Kilde bei der berüchtigten Lauberhorn-Abfahrt in Wengen einen schweren Sturz erlitten. Dabei zog er sich gravierende Verletzungen an Unterschenkel und Schulter zu. Zeitweise war der Norweger sogar auf einen Rollstuhl angewiesen.

Es folgten Operationen, Rehabilitation und ein langer Kampf zurück in Richtung Weltcup. Nun muss der ehemalige Gesamtweltcupsieger erneut eine langwierige Verletzungspause überstehen. Seine Mutter glaubt dennoch fest an eine Rückkehr.

"Er ist der widerstandsfähigste Mensch, den ich kenne. Er lässt sich nicht unterkriegen und steht immer wieder auf. Er ist zudem unglaublich fleißig und positiv eingestellt", betont Kristin Aamodt Kilde.

red, 26.10.2026, 06:00