Der alpine Ski-Weltcup der Männer bekommt einen neuen Chef: Raimund Plancker übernimmt ab 1. November die Position des FIS-Renndirektors und tritt damit die Nachfolge von Markus Waldner an. Der 63-Jährige hatte Anfang Oktober nach mehr als zwölf Jahren seinen Rückzug angekündigt.
Mit Plancker setzt der Internationale Skiverband auf eine interne Lösung. Der Italiener aus Gröden war zuletzt als stellvertretender Renndirektor für die Speed-Bewerbe tätig und kennt die Abläufe im Weltcup bereits bestens. Seine Premiere als neuer Rennchef feiert er am 15. November beim Slalom im finnischen Levi.
Waldners Entscheidung war gut zwei Wochen vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden bekannt geworden. Der langjährige Rennchef hatte seinen Abschied unter anderem damit begründet, dass ihm die nötige Energie für die verantwortungsvolle und mit großem Druck verbundene Aufgabe fehle.
Ganz verlieren möchte die FIS den erfahrenen Funktionär allerdings nicht. Der Weltverband bemüht sich darum, Waldner künftig in einer anderen Funktion einzubinden.
Plancker bringt neben seiner bisherigen Tätigkeit bei der FIS auch langjährige Trainererfahrung mit. Vor seinem Wechsel zum Weltverband arbeitete er zehn Jahre lang mit verschiedenen Spitzenteams des italienischen Skiverbands.
"In den letzten vier Jahren habe ich viel gelernt und miterlebt, wie sich die FIS und der Sport verändert und weiterentwickelt haben. Ich bin überzeugt, dass unser Team auf dem besten Weg ist, den alpinen Skisport noch weiter voranzubringen und ihn noch besser für die Zukunft zu rüsten", erklärt Plancker.
Auch FIS-Alpindirektor Janne Leskinen zeigt sich zufrieden: "Wir freuen uns sehr, eine hervorragende Lösung für das Team gefunden zu haben. Vor allem, weil Raimund eine der sachkundigsten und angesehensten Stimmen im gesamten alpinen Skisport ist, aber auch, weil dies eine gesunde Kontinuität gewährleistet."