Feller könnte ihn retten

ÖSV-Olympiasieger droht der nächste bittere Rückschlag

Zwei Olympia-Goldmedaillen – doch davon kann sich Johannes Strolz heute nichts mehr kaufen. Der ÖSV-Star muss um seinen Platz im Weltcup kämpfen.
30.10.2026, 08:59
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Vor vier Jahren war Johannes Strolz (34) noch Österreichs großer Olympia-Held. Jetzt muss der Vorarlberger sogar um einen Startplatz beim ersten Slalom der Saison zittern. Der zweifache Olympiasieger hat seinen Fixplatz im ÖSV-Team verloren und muss sich am Samstag in einer internen Qualifikation gegen sechs Konkurrenten durchsetzen.

Von Olympia-Gold zum Kampf um Startplätze

Nur drei der sieben Läufer dürfen am 15. November beim Weltcup-Auftakt in Levi (Finnland) an den Start gehen. Für Strolz wäre ein Scheitern der nächste schwere Rückschlag in einer Karriere, die seit seinem sensationellen Höhenflug 2022 ins Stocken geraten ist.

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Im Winter 2022 schrieb Strolz eines der größten Ski-Märchen der vergangenen Jahre. Nach seinem ersten Weltcupsieg in Adelboden holte er bei den Olympischen Spielen in Peking zweimal Gold und einmal Silber.

An diese Erfolge konnte der Vorarlberger seither nicht mehr anschließen. Nur zweimal fuhr er im Slalom-Weltcup noch unter die besten zehn. Die Heim-WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm verpasste er ebenso wie die Olympischen Winterspiele 2026. "Dass ich in Saalbach nicht dabei sein konnte, hat unglaublich weh getan", gesteht Strolz.

Auch Vizeweltmeister muss zittern

Strolz ist nicht der einzige prominente Name in der ÖSV-Qualifikation. Auch Adrian Pertl (30), Slalom-Vizeweltmeister von 2021, kämpft um eines der drei Tickets. Der Kärntner gehört mittlerweile keinem ÖSV-Kader mehr an.

Mit Simon Rueland, Kilian Pramstaller, Ralph Seidler, Oscar Heine und Jakob Greber stehen fünf weitere Läufer in der internen Ausscheidung. Ihre Plätze im Slalomteam bereits sicher haben Fabio Gstrein, Michael Matt, Joshua Sturm und Dominik Raschner.

Feller könnte Strolz retten

Für Strolz gibt es allerdings noch einen möglichen Ausweg. Sollte Manuel Feller nach seinen Bandscheibenproblemen auf einen Start in Levi verzichten, würde der Olympiasieger direkt ins Aufgebot nachrücken.

Der Tiroler hat zuletzt wieder mit dem Stangentraining begonnen. "Er spürt seinen Körper, aber da reden wir vom Muskelkater", erklärt ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer. Ein Einsatz beim Saisonauftakt komme für Feller allerdings nur infrage, wenn er auch "konkurrenzfähig ist".

red, 30.10.2026, 08:59
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