Noch genau ein Monat bis zum Start der alpinen Weltcup-Saison – doch von Winter ist in Sölden derzeit kaum etwas zu sehen. Der Rettenbachferner präsentiert sich größtenteils grau und felsig. Beim Veranstalter bleibt man trotz der warmen Temperaturen vorerst gelassen.
Am 24. Oktober sollen die Damen, einen Tag später die Herren mit je einem Riesentorlauf die neue Weltcup-Saison eröffnen. Aktuell sind auf dem Rennhang allerdings vor allem Gestein und Geröll zu sehen. Drei Schneedepots liegen im Steilhang, auch der Naturschnee im Startbereich ist geschmolzen. Die Bilder der Panoramakameras zeigen das karge Bild auf dem Gletscherhang deutlich.
"Richtig nervös sind wir nicht. Es ist immer noch etwas dahergekommen", sagt Pistenchef Isidor Grüner der "Tiroler Tageszeitung". Naturschnee sei für die Rennstrecke ohnehin nicht entscheidend. Dieser sei zu leicht und pulvrig und müsste für eine Weltcup-Piste teilweise sogar wieder entfernt werden.
Man setzt vielmehr auf Kunstschnee. Die 21 Schneekanonen können wegen der Temperaturen derzeit aber noch nicht eingesetzt werden. Deshalb verteilt das Team nun mit drei Pistenbullys die im Frühjahr angelegten Schneedepots auf der Strecke.
Entscheidend werden nun einige kalte Tage und Nächte. Drei bis vier davon würden laut Grüner reichen, um den zusätzlich benötigten Maschinenschnee zu produzieren. Selbst wenn die Temperaturen erst kurz vor dem Auftakt fallen, sieht er noch keinen Grund zur Panik: "Wenn alle Stricke reißen, würden wir es auch noch hinbekommen, sollte es erst am 20. Oktober kalt werden."