Sofia Goggia muss ihre Vorbereitung auf die neue Ski-Saison unfreiwillig unterbrechen. Die 33-jährige Italienerin brach ihr Trainingslager in Südamerika aufgrund gesundheitlicher Probleme vorzeitig ab. Nun steht fest, was hinter dem Unwohlsein des Ski-Stars steckt.
Eigentlich hätte Goggia in Chile gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen rund um Nicol Delago an ihrer Form für die Speed-Saison arbeiten sollen. Stattdessen trat die Abfahrts-Spezialistin vorzeitig die Heimreise nach Italien an und ließ sich im Mailänder Krankenhaus La Madonnina untersuchen.
Die Untersuchungen brachten gleich zwei Virusinfektionen ans Licht. Wie der italienische Wintersportverband FISI mitteilte, hätten diese in Kombination zu starken körperlichen Auswirkungen und einer deutlichen Schwächung der Athletin geführt.
Goggia hat mittlerweile mit einem Rehabilitationsprogramm begonnen. Dieses wurde gemeinsam mit der medizinischen Kommission des italienischen Verbandes unter der Leitung von Andrea Panzeri ausgearbeitet.
Für die Italienerin fällt damit der komplette geplante Trainingsblock in Chile aus. Besonders bitter ist das für Goggia in ihren Paradedisziplinen Abfahrt und Super-G, da die Trainingsmöglichkeiten für Speed-Fahrerinnen vor dem Winter begrenzt sind.
Bis zum ersten Speed-Wochenende der Saison bleibt allerdings noch etwas Zeit. Dieses steigt erst von 9. bis 13. Dezember in Beaver Creek. Goggia hat somit noch die Möglichkeit, einen Teil ihres Trainingsrückstands aufzuholen.
Unklar ist hingegen, ob die 33-Jährige bereits beim Weltcup-Auftakt in Sölden antreten kann. Der Riesentorlauf am Rettenbachferner findet am 24. Oktober statt. In der vergangenen Saison gelangen Goggia in dieser Disziplin zwei Top-10-Platzierungen.
Immerhin konnte die Italienerin vor ihrer vorzeitigen Abreise aus Südamerika bereits im argentinischen Ushuaia trainieren und dort intensiv an ihrer Riesentorlauf-Form arbeiten. Wie schnell sie nach der doppelten Virusinfektion wieder vollständig belastbar sein wird, bleibt abzuwarten.