Er liegt am Fußende und schiebt sich nachts unter die Decke. Für viele ist der Hund im Bett ein Stück Geborgenheit. Ganz hygienisch ist das aber nicht. Denn die pelzigen Freunde bringen Keime mit ins Bett. Und das ist keine Panikmache, sondern wissenschaftlich untersucht.
Forscher haben in mehreren Studien den Staub in Wohnungen analysiert und dabei untersucht, welche Bakterien sich dort finden. Das Ergebnis: In Haushalten mit Hund ist die mikrobielle Vielfalt im Staub deutlich anders als in Wohnungen ohne Vierbeiner.
Hunde tragen über das Fell, die Pfoten, Speichel und den Schmutz von draußen zusätzliche Mikroorganismen in den Wohnraum und damit natürlich auch ins Schlafzimmer. Das hängt zusätzlich von der Umgebung ab. Ein weiterer Unterschied für die Mikrobenvielfalt ist natürlich auch: Lebt man in der Stadt oder am Land.
Mehr Keime heißt aber nicht automatisch mehr Gefahr für Menschen. Viele Mikroorganismen sind Teil einer normalen Umwelt. Kritisch wird es dann, wenn der Hund krank ist, Parasiten hat, sich draußen in Schmutz oder Kot wälzt oder Menschen im Haushalt besonders empfindlich sind.
Die US-Gesundheitsbehörde CDC nennt beim Schlafen mit Haustieren unter anderem Flöhe, Zecken, Hautpilze und Milbenbedingte Hautprobleme als häufige Risiken. Zoonotische Infektionen, also die Übertragung von Krankheiten von Mensch auf Tier durch gemeinsames Schlafen, sind zwar insgesamt eher selten, kommen jedoch vor.
Der größte Irrtum ist allerdings der Glaube, dass, wenn der Hund sauber ist, auch das Bett sauber ist.
Selbst ein gepflegter Hund bringt von draußen Mikroben mit, die man nicht sieht, und hinterlässt dabei Speichel. Das muss für gesunde Menschen kein Drama sein. Steril ist das Kuscheln mit dem Vierbeiner, aber dann immer noch nicht.