Lachen ist mehr als nur ein schöner Moment – besonders im Alter. Eine neue Studieder Aberystwyth University, Wales, zeigt: Für viele Menschen über 60 ist Humor ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags und hilft dabei, mit den Herausforderungen des Älterwerdens besser umzugehen.
Die Forscher haben 20 Menschen zwischen 60 und 85 Jahren befragt. Dabei wurde deutlich: Humor ist für viele eine Art Selbstschutz.
"Den Teilnehmenden zuzuhören, wie sie über Humor in ihrem Alltag sprechen, machte deutlich, wie tief er in die Erfahrung des Älterwerdens eingewoben ist. Viele äußerten sinngemäß: 'Wenn ich nicht lachen würde, würde ich weinen' – und das bringt das emotionale Gewicht, das Humor für ältere Menschen trägt, sehr gut auf den Punkt. Was wir in den Interviews gesehen haben, ist, dass Humor nicht bloß eine kleine Erleichterung ist – er ist ein Bewältigungsmechanismus, ein sozialer Kitt und für manche sogar eine schützende Maske an dem, was sie als ihre 'dunklen Tage' beschrieben", so Heather Heap, Erstautorin der Studie.
Wer allein lebt, erlebt Humor deutlich seltener. Denn Lachen funktioniert am besten gemeinsam.
Auch die Art des Humors ändert sich mit dem Älterwerden.
Viele sagen: Lieber über Situationen lachen als über Menschen.
Die Studie zeigt auch Unterschiede, wozu Männer und Frauen Humor verwenden:
Frauen nutzen Humor häufiger, um Gefühle zu verarbeiten, Männer betonen eher die soziale Seite.
Frauen reagieren zudem sensibler darauf, wann Humor verletzend wird.
Nicht jeder Witz kommt gut an – besonders beim Thema Alter: Manche empfinden Alterswitze als harmlos, andere fühlen sich dadurch verletzt oder herabgesetzt.
Entscheidend ist, wer den Witz macht und in welchem Umfeld.