Intervallfasten hat längst den Sprung vom Gesundheitstrend zur Alltagsroutine geschafft. Doch eine neue Auswertung zeigt nun: Nicht nur wie lange gefastet wird, könnte entscheidend sein, sondern auch wann gegessen wird.
Im Fokus stand dabei der Fettstoffwechsel und genau dort zeigte sich ein auffälliger Unterschied zwischen frühem und spätem Essensfenster.
Untersucht wurden 31 Frauen mit Übergewicht oder Adipositas. Sie hielten jeweils zwei Wochen lang zwei verschiedene Formen des zeitlich beschränkten Essens ein: einmal ein frühes Essensfenster von 8 bis 16 Uhr, einmal ein spätes von 13 bis 21 Uhr. Beide Varianten waren so gestaltet, dass die Kalorienzufuhr vergleichbar blieb. So sollte sichtbar werden, ob der Zeitpunkt der Mahlzeiten wirklich einen Unterschied macht.
Die Daten deuten darauf hin, dass der Körper offenbar auf frühe Essenszeiten anders reagiert als auf späte. Das ist deshalb spannend, weil Intervallfasten häufig über die Pauselänge diskutiert wird.
Diese Analyse legt nahe, dass auch die innere Uhr des Körpers mitredet und womöglich besser damit klarkommt, wenn Mahlzeiten früher am Tag stattfinden.
Ganz wichtig: Die Studie ist klein und untersuchte nur Frauen mit Übergewicht oder Adipositas, das Durchschnittsalter lag bei 62 Jahren. Ob sich daraus langfristig tatsächlich messbare gesundheitliche Vorteile ergeben, ist noch offen. Die Forschenden selbst betonen, dass es weitere Studien braucht.