Ab Body-Mass-Index 30

Bei Übergewicht: Airline streicht Flugbegleitern Gehalt

Air India verschärft die Regeln für Flugbegleiter drastisch. Wer einen zu hohen BMI hat, riskiert eine Suspendierung ohne Bezahlung.
Heute Life
31.03.2026, 13:52
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Für Flugbegleiter bei Air India gelten künftig deutlich strengere Vorgaben – und die haben es in sich. Wer zu viel wiegt, darf nicht mehr abheben.

Ab dem 1. Mai führt die Airline neue Gesundheits- und Compliance-Regeln ein. Wie die "Daily Mail" berichtet, müssen Flugbegleiter künftig einen BMI zwischen 18,5 und 24,9 einhalten und zusätzlich bestimmte Fitnessanforderungen erfüllen.

Auch für Abweichungen gibt es klare Grenzen: Ein BMI unter 18 wird als Untergewicht gewertet, kann nach medizinischer Untersuchung und Funktionscheck aber dennoch akzeptiert werden. Werte zwischen 25 und 29,9 gelten als "übergewichtig" und sind nur erlaubt, wenn ein funktioneller Fitnesstest bestanden wird.

Suspendierung ohne Bezahlung droht

Besonders strikt wird es ab einem BMI von 30: Betroffene Mitarbeiter werden sofort aus dem Flugplan genommen und haben nur sieben Tage Zeit, um wieder in den zulässigen Bereich zu kommen. Wer als übergewichtig gilt und die Anforderungen nicht erfüllt, wird so lange nicht eingesetzt – laut "Daily Mail" droht bei Nichtbestehen sogar eine Suspendierung ohne Bezahlung.

Die neuen Regeln betreffen nicht nur aktives Kabinenpersonal, sondern auch Crew-Mitglieder in Ausbildung. Laut Air India soll die Maßnahme das Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil stärken und das Personal an die Anforderungen eines "angemessenen Gewichts" heranführen.

Der Body-Mass-Index (BMI), auf dem die Regelung basiert, wird nach einem einfachen Schema berechnet: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Laut WHO gelten Werte unter 18,5 als Untergewicht, 18,5 bis 24,9 als Normalgewicht und 25 bis 29,9 als Übergewicht. Ab einem BMI von 30 spricht man von Adipositas.

Kritik an BMI

Allerdings steht der BMI seit Jahren in der Kritik. Experten bemängeln, dass er nicht zwischen Muskel- und Fettmasse unterscheidet. So können etwa muskulöse Menschen als übergewichtig gelten, während andere trotz niedrigen BMI gesundheitliche Risiken tragen.

Daher werden inzwischen alternative Methoden diskutiert, bei denen der BMI weniger stark gewichtet wird. Neue Kriterien könnten laut Experten für rund 20 Prozent der bisher als fettleibig eingestuften Menschen zu anderen Ergebnissen führen.

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