Bordell-Gast gesteht:

"Hätte mir mit dem Geld eine Wohnung kaufen können"

Ein italienischer YouTuber verbrachte eine Nacht im "Wellcum" in Hohenthurn, dem größten Bordell Österreichs – und lieferte dabei seltene Einblicke.
André Wilding
30.03.2026, 21:59
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Ein Besuch, der für Aufsehen sorgt: Der bekannte italienische YouTuber Giuseppe Bertuccio D’Angelo hat Österreichs größtes Bordell unter die Lupe genommen. Für seine Reportage verbrachte er eine Nacht im "Wellcum" in der Gemeinde Hohenthurn (Bezirk Villach-Land).

Pools, Saunen und Kino

Auf seinem Kanal erreicht der Youtuber Millionen Menschen, diesmal führt ihn seine Doku nach Kärnten. Unter dem Titel "Eine Nacht in dem berühmtesten Bordell Europas" zeigt er, wie der Betrieb hinter den Kulissen funktioniert.

Das "Wellcum" präsentiert sich nicht als klassisches Bordell, sondern als "Men’s Spa & Lifestyle Club". Auf rund 7.000 Quadratmetern gibt es Pools, Saunen und sogar ein Kino. Besucher zahlen einen Eintritt und können dafür das gesamte Angebot inklusive Buffet und Getränke nutzen. Die Leistungen der Frauen werden direkt vor Ort individuell vereinbart.

Zwischen 200 und 1.000 Euro am Tag

In Gesprächen mit den Sexarbeiterinnen wird deutlich, wie wichtig Diskretion ist. Viele wollen nicht erkannt werden und schützen so ihr Privatleben. Eine Frau, die seit 17 Jahren in der Branche arbeitet, sagt: "Schau, das ist ein Job wie jeder andere, wie deiner, wo du dein Business selbst führst". Eine andere berichtet von Einnahmen zwischen 200 und 1.000 Euro täglich, betont aber auch, dass viele falsche Vorstellungen vom Alltag hätten.

Auch die Kundschaft kommt in der Reportage von Giuseppe Bertuccio D’Angelo zu Wort. Einer erzählt ganz offen: "Mit all dem Geld, das ich bisher hier ausgegeben habe, hätte ich mir locker eine Wohnung kaufen können." Trotzdem bereue er nichts.

Gurken, Karotten und Zähne

Bis zu 500 Personen können sich gleichzeitig in dem Club aufhalten, Gäste reisen aus verschiedenen Ländern an. Manche bleiben sogar über längere Zeit. Eine Reinigungskraft schildert, was sie bei ihrer Arbeit alles findet - von Karotten, Gurken oder Zähnen bis hin zu Vibratoren.

Die Reportage zeigt aber auch: Der Betrieb unterliegt strengen Regeln. Da Prostitution in Österreich legal ist, wird das "Wellcum" regelmäßig kontrolliert. Damit soll sichergestellt werden, dass alles gesetzeskonform abläuft und die Arbeitsbedingungen stimmen.

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