Ärger im Gemeindebau

"Kein Nahversorger seit Jahren" – Anrainer frustriert

Obwohl ein Plakat die Eröffnung eines Billa verspricht, steht der Laden weiterhin leer. Die Bewohner am Küniglberg verlieren langsam die Geduld.
Hannah  Maier
16.03.2026, 07:00
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Seit Jahren gibt es in einem Grätzl am Küniglberg keinen Nahversorger – und die Geduld der Anrainer ist am Ende. Direkt beim Gemeindebau in der Opitzgasse (Wien-Hietzing) sollte längst ein neuer Billa-Markt eröffnen. Statt frischer Semmeln und Milch erwartet die Mieter dort aber nur eines: ein leeres Geschäftslokal und widersprüchliche Aussagen.

Plakat verspricht Billa

Einer der Betroffenen ist Mathias S. Der Anrainer lebt seit zehn Jahren dort und kann kaum glauben, was sich hier abspielt. "Die Situation ist mittlerweile völlig untragbar geworden. Seit Jahren gibt es hier oben keinen Nahversorger. Für ältere Menschen, Familien oder Leute ohne Auto ist das eine tägliche Belastung", sagt er.

Die neue Filiale beim Gemeindebau wurde groß angekündigt. Vor dem Lokal hängt seit vielen Monaten ein Plakat, das die Eröffnung eines Billa-Marktes verspricht. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt etwas Kurioses: Auf den Fenstern klebte bis zuletzt noch ein Hinweis der Hausverwaltung, dass das Geschäftslokal "zu vermieten" sei. Für viele Anrainer ist das ein unverständlicher Widerspruch.

Alltag wird zur Belastung

"Man fühlt sich einfach verschaukelt. Seit Jahren steht das Lokal leer. Und statt klarer Informationen bekommen wir nur ausweichende Antworten", sagt Mathias. Der fehlende Supermarkt ist für viele Bewohner längst mehr als nur ein Ärgernis. Besonders ältere Menschen leiden darunter.

"Ältere Leute schleppen ihre Einkäufe im Bus nach Hause. "Andere müssen mit dem Auto nach Lainz oder in andere Teile Hietzings fahren und dort mühsam einen Parkplatz suchen. Das ist doch kein Zustand für einen modernen Bezirk", berichtet der 43-Jährige.

Wiener Wohnen: "Suche war schwierig"

Wiener Wohnen erklärt: Die Suche nach einem Nahversorger habe sich lange schwierig gestaltet. "Mittlerweile ist der Mietvertrag mit der Billa AG unterzeichnet und unter Dach und Fach. Das heißt: Die Billa-Filiale am Standort ist fix", heißt es gegenüber "Heute".

Wann die Türen tatsächlich öffnen, bleibt jedoch weiter ungeklärt. "Einen Eröffnungstermin können wir leider nicht nennen", heißt es weiter. Für Details müsse man sich direkt an Billa wenden.

Billa: Projekt noch in "frühem Stadium"

Der REWE-Konzern, zu dem Billa gehört, hält sich bedeckt. Man befinde sich bei dem Standort "noch in einem frühen Projektstadium", heißt es in einer Stellungnahme. Deshalb könne man "leider noch keine konkreten Details oder einen verbindlichen Zeitplan zur Eröffnung anbieten".

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