Tatort seelenruhig verlassen

Keine Beute, aber Teenie-Einbrecher tappt in Videofalle

Zum zweiten Mal wurde in die MK Hairlounge eingebrochen. Der Teenie-Täter ging zwar leer aus, der Geschäftsführer bleibt aber auf dem Schaden sitzen.
Wien Heute
27.08.2026, 06:00
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Erst im Juni 2025 bezog die MK Hairlounge ihren neuen Standort am Dr.-Adolf-Schärf-Platz in Wien-Donaustadt, gleich bei der U-Bahn-Station Kagran. Doch nun wurde der Friseurladen bereits zum zweiten Mal zum Ziel von Einbrechern. Wie "Heute" berichtete, wurde im heurigen Sommer auch eine Shop-Betreiberin in ihrem Geschäft von einem 13-jährigen Syrer überfallen, der 300 Euro aus der Handkassa mitnahm.

Im Fall der MK Hairlounge handelte es sich "nur" um einen Einbruch: Am Dienstag, dem 25. August, drang um 4.05 Uhr ein Täter in das Geschäft ein. Wie Geschäftsführer Martin Kubak (54) gegenüber "Heute" berichtet, schlug der Einbrecher mit einem Notfallhammer eine Scheibe im unteren Bereich ein. Dort soll sich eine Schwachstelle der Verglasung befinden. So gelangte der Täter ins Innere des Salons.

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Täter mit orangefarbener Sturmhaube

Der gesamte Einbruch wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Auf dem rund eine Minute langen Video ist ein junger Bursche, der etwa 12, 13 Jahre alt ist, zu sehen, der mit einer orangefarbenen Sturmhaube und einer großen Sonnenbrille bekleidet ist.

Die Aufnahmen zeigen, wie er sich unmittelbar hinter dem Empfangspult zu schaffen macht. Er öffnet beziehungsweise durchsucht dort mehrere Laden und Fächer und beugt sich immer wieder hinter den Tresen. Zwischendurch blickt er sich im hell erleuchteten Salon um. Danach verschwindet er kurz in den hinteren Bereich des Geschäfts.

Erster Einbruch bereits im heurigen Jänner

Nach rund einer Minute ist der Spuk vorbei: Der Teenie-Einbrecher kommt wieder nach vorne und verlässt den Salon seelenruhig durch die Eingangstür. "Seit dem ersten Einbruch im heurigen Jänner lasse ich sogar in der Nacht die Lichter im Laden an. Aber selbst das hat dem Einbrecher nichts ausgemacht", so Kubak. Auch schräg gegenüber beim "Noodle King" stieg der Täter ein.

Es ist nicht das erste Mal, dass Jugendliche den Friseursalon heimsuchen. Bereits am 18. Jänner um 2.47 Uhr wurde dort eingebrochen – die drei Täter wurden ebenfalls gefilmt. "Ich habe damals 700 Euro Bargeld im Geschäft gelassen, die waren natürlich weg, die Kassa wurde ausgeräumt", erzählt der Geschäftsführer.

15.000 Euro Gesamtschaden

Er sei vor dem ersten Einbruch noch "naiv" gewesen. Neben dem gestohlenen Bargeld entstand damals erheblicher Sachschaden. "Die dreifach verglaste Scheibe war kaputt, der Boden auch, dazu kommt der Umsatzentgang – insgesamt waren es um die 15.000 Euro Schaden."

Aus dem ersten Vorfall hat Kubak Konsequenzen gezogen und lässt kein Bargeld mehr zurück. Beim neuerlichen Einbruch durchsuchte der Täter deshalb vergeblich die Laden. "Die sind in erster Linie aufs Geld aus", ist der Unternehmer überzeugt, der nun wieder einen Sachschaden in der Höhe von rund 5.000 Euro hat.

Teenie-Einbrüche am laufenden Band

Die Polizei habe ihm mitgeteilt, dass es bereits seit Längerem immer wieder derartige Fälle gebe. "Die Beamten haben mir gesagt, dass sie permanent solche Einbrüche haben." Die Kriminalpolizei ermittelt und sicherte nach dem neuerlichen Einbruch unter anderem Fingerabdrücke. Die zerstörte Scheibe der MK Hairlounge wurde vorerst notdürftig durch Holzplatten ersetzt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.08.2026, 06:00