Der weltweite Hype um Künstliche Intelligenz sorgt für einen kräftigen Anstieg der Exporte in Taiwan. Im Mai wuchsen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um beeindruckende 51,7 Prozent auf 78,48 Milliarden Dollar.
Damit bleibt Taiwan weiterhin eines der wichtigsten Länder für die globale Technologiebranche. Besonders gefragt sind Chips und elektronische Bauteile, die für KI-Anwendungen benötigt werden.
Vor allem der Chip-Auftragsfertiger TSMC ist ein zentraler Treiber dieser Entwicklung. Das Unternehmen beliefert große Konzerne wie Nvidia und Apple und macht Taiwan zum Epizentrum der KI-Revolution.
Die Nachfrage nach taiwanesischen Produkten wuchs im Mai sowohl aus den USA als auch aus China deutlich. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten stiegen um 47,9 Prozent, jene nach China um 35,4 Prozent.
Besonders Elektronikbauteile legten mit 66,9 Prozent sowie Informationsprodukte mit 118 Prozent stark zu. Die Regierung hob zuletzt ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 9,64 Prozent an - das wäre das stärkste Wachstum seit 2010.
Als Risiken nennt das Finanzministerium internationale Konflikte und Unsicherheiten in der amerikanischen Handelspolitik. Dennoch rechnet man für die kommenden Quartale mit weiterhin hohen Exportzahlen - vor allem wegen der ungebrochenen Nachfrage nach KI- und Cloud-Lösungen.
Auch die Einfuhren legten im Mai deutlich zu - um 54,9 Prozent auf 60,57 Milliarden Dollar. Das deutet auf eine anhaltend starke Nachfrage nach Rohstoffen und Maschinen für die Produktion hin.