Nvidia hat auf der Computex in Taiwan seinen neuen RTX Spark-Chip vorgestellt. Der Prozessor soll in Windows-Laptops verbaut werden und das MacBook Pro direkt angreifen. Das System kombiniert bis zu 20 ARM-Kerne von MediaTek mit einer leistungsstarken Blackwell-GPU mit bis zu 6.144 Kernen.
Die Leistungsaufnahme liegt zwischen 45 und 80 Watt, was sowohl akzeptable Akkulaufzeiten als auch hohe Performance ermöglichen soll. Bis zu 128 GB Arbeitsspeicher sind möglich.
Wie "macwelt.de" berichtet, gibt es aber berechtigte Zweifel daran, dass Apple ins Schwitzen gerät. Die meisten Menschen kaufen MacBooks nämlich nicht wegen besserer Benchmark-Zahlen, sondern wegen macOS und dem Apple-Ökosystem.
Windows hingegen hat sich laut Kritikern den Ruf erworben, aufgebläht, ineffizient und mit Werbung überladen zu sein. Diese Probleme löst der neue Nvidia-Chip nicht.
Die ersten RTX Spark-Laptops sollen im Herbst 2026 auf den Markt kommen. Über die Preise schweigt sich Nvidia noch aus, doch Experten rechnen mit Kosten ähnlich dem MacBook Pro – das günstigste Modell mit dem leistungsstärksten M5 Max-Chip kostet immerhin rund 4.800 Euro.
Benchmarks gibt es noch keine, Nvidia spricht vage von "bis zu zweifacher" Leistung in Photoshop und Premiere – allerdings nur bei bestimmten KI-Aufgaben. Beim Gaming sollen bis zu 100 Bilder pro Sekunde bei 1440p möglich sein.
Der eigentliche Schwerpunkt des RTX Spark liegt auf dem Betrieb von KI-Agenten – lokale und cloudbasierte KI-Modelle, die Aufgaben automatisch erledigen sollen. Ob normale Nutzer das tatsächlich wollen, bleibt abzuwarten.