Polit-Hammer in Wien

"KI-Medien-Profi" – Ludwig holt Wrabetz ins Team

Der Ex-ORF-Chef und Rapid-Präsident wird Ludwigs neuer Medien-Beauftragter für Wien – und das ehrenamtlich.
Wien Heute
03.03.2026, 12:01
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Wien bekommt einen neuen prominenten Medienmann im Team: Alexander Wrabetz, ehemaliger ORF-Chef und Präsident von SK Rapid, wird künftig die Stadt in Sachen Medien und Künstliche Intelligenz vertreten.

Wrabetz kennt sich bestens aus: Zwischen 2006 und 2021 lenkte er den ORF über drei Amtsperioden, ehe die Wahlniederlage gegen Roland Weißmann seine Ära beendete. Danach blieb er in der Wiener Öffentlichkeit präsent – unter anderem als Präsident von Rapid Wien.

"Idealer Experte"

Die Verbindung zum Rathaus war nie abgerissen: Wrabetz war bereits 2023 als Ludwigs Gast in der Opernball-Loge zu sehen. Jetzt intensiviert sich die Zusammenarbeit. Wie am Dienstag offiziell bekannt wurde, übernimmt Wrabetz künftig ehrenamtlich die Rolle des "Beauftragten für den Medienstandort Wien" mit Schwerpunkt auf KI.

"Wien schützt Medienvielfalt als demokratische Infrastruktur. Künstliche Intelligenz verändert Produktion, Verbreitung und Finanzierung von Medien grundlegend. Deshalb braucht es klare Strategien, starke Partnerschaften und eine koordinierende Stelle, die Innovation und Schutz gleichermaßen im Blick hat", betont Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

Neue Aufgaben für Wrabetz

Ziel ist es, die heimische Medienbranche im digitalen Transformationsprozess zu stärken, Medienvielfalt zu sichern und neue Wertschöpfungspotenziale im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) zu erschließen.

Förderungen und Initativen für Medien

Bereits seit 2019 stärkt die Stadt Wien mit der Wiener Medieninitiative qualitative Medienprojekte und digitale Innovation. 318 Projekte wurden bislang mit rund 11 Millionen Euro gefördert. Im Rahmen der jüngsten Regierungsklausur wurde die Initiative mit 6 Millionen Euro für die kommenden Jahre abgesichert.

Ab März 2026 startet eine weitere Förderrunde in Höhe von 600.000 Euro. Ein Schwerpunkt liegt auf Projekten, die Arbeitsplätze sichern oder neu schaffen. Der Frauenbonus zur Stärkung von Frauen in leitenden Medienfunktionen wird fortgeführt. Zusätzlich wurde bei der Wien Holding das Artificial Intelligence-Medienkompetenzzentrum (AIMK) gegründet. Es bündelt Kompetenzen aus Medienhäusern, Digitalwirtschaft, Start-ups, Wissenschaft und öffentlicher Hand.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.03.2026, 14:58, 03.03.2026, 12:01
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen