Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat am Dienstagabend ihren japanischen Amtskollegen Toshimitsu Motegi in Wien getroffen. Bei dem Gespräch ging es neben internationalen Krisen vor allem um eine engere wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit.
Besonderes Augenmerk legen beide Länder dabei auf Künstliche Intelligenz und Robotik. Österreich und Japan wollen den Austausch zwischen Unternehmen und Forschern in diesen Bereichen verstärken. Eine zentrale Rolle soll dabei das "Japanisch-Österreichische Komitee für Zukunftsfragen" spielen, ein gemeinsames öffentlich-privates Forum beider Staaten.
Auch wirtschaftlich soll die Partnerschaft ausgebaut werden. Motegi sprach sich dafür aus, die Ansiedlung japanischer Unternehmen in Österreich weiter voranzutreiben. Gleichzeitig wollen beide Länder bei der Wirtschaftssicherheit und bei Lieferketten enger kooperieren.
Meinl-Reisinger betonte, die Beziehungen zu Japan weiterentwickeln zu wollen. Japan gilt als einer der wichtigsten Partner der Europäischen Union im indopazifischen Raum.
Neben KI und Wirtschaft standen auch internationale Konflikte auf der Agenda. Österreich und Japan wollen bei Krisen wie dem Krieg in der Ukraine, der Lage im Nahen Osten und der Bedrohung durch Nordkorea enger zusammenarbeiten.
Motegi erklärte, die Sicherheit im euro-atlantischen und im indopazifischen Raum sei "untrennbar miteinander verbunden". Beide Staaten wollen zudem die internationale Zusammenarbeit im Rahmen der Vereinten Nationen stärken.