"Babler muss weg"

"Parteifreunde" gehen Babler und Stocker an den Kragen

Schlechte Umfragen und bevorstehende Landtagswahlen sorgen in ÖVP und SPÖ für Unruhe. Intern wird bereits über die Zukunft der Parteichefs diskutiert.
André Wilding
02.09.2026, 07:00
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Die Stimmung bei ÖVP und SPÖ wird zunehmend ungemütlich. Während Inflation und Arbeitslosigkeit steigen, bleiben die beiden Regierungsparteien in Umfragen unter Druck. Dazu rücken wichtige Landtagswahlen näher - und damit wächst parteiintern die Nervosität.

Besonders angespannt soll laut "Kronen Zeitung" die Lage in Tirol, Oberösterreich und Niederösterreich sein. Zwischen Herbst 2027 und Frühjahr 2028 stehen dort Wahlen an. Sowohl ÖVP als auch SPÖ drohen dabei Verluste.

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"Babler muss weg"

Ausgerechnet in beiden Parteien soll dabei derselbe Satz zu hören sein: "Babler muss weg." Innerhalb der SPÖ zweifeln Kritiker daran, dass Parteichef Andreas Babler die Sozialdemokraten wieder nach oben führen kann. In Teilen der ÖVP wird ihm wiederum eine Mitschuld am schlechten Erscheinungsbild der Regierung gegeben, heißt es in dem Bericht.

Als möglicher Nachfolger bringt sich laut "Krone"-Bericht Gerhard Zeiler erneut ins Gespräch. Der frühere ORF-Generalintendant und internationale Medienmanager soll gegenüber Vertrauten seine Bereitschaft signalisiert haben, die SPÖ zu übernehmen.

Der 70-Jährige ist derzeit in den Bundesländern unterwegs und sondiert unter führenden Parteifreunden die Stimmung. Antreten würde Zeiler demnach nur, wenn er innerhalb der SPÖ weitreichende Entscheidungsfreiheit erhält. Ein rascher Wechsel zeichnet sich allerdings nicht ab, so die "Krone".

Ludwig könnte Schlüsselrolle spielen

Eine entscheidende Rolle könnte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig einnehmen. Aus seinem Umfeld heißt es gegenüber der Tageszeitung dazu: "Wenn es Gespräche geben sollte, würde er nichts sagen, und wenn es keine gibt, kann er nichts sagen."

Doch nicht nur bei den Sozialdemokraten wird über die Führung diskutiert. Auch in der ÖVP steht die Frage im Raum, wie viel Zeit Bundeskanzler und Parteichef Christian Stocker bleibt, um eine Trendwende bei den Umfragen zu schaffen, berichtet die "Kronen Zeitung".

Entscheidend dafür dürfte vor allem die Stimmung in den ÖVP-Landesorganisationen in Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol sein.

Köstinger als mögliche Stocker-Nachfolgerin

In ÖVP-Kreisen wird dabei laut "Krone" auch wieder über Elisabeth Köstinger gesprochen. Die ehemalige Ministerin und enge Vertraute von Sebastian Kurz könnte demnach als mögliche Nachfolgerin von Stocker ins Spiel kommen.

Als Szenarien stehen sowohl ein direkter Wechsel als auch vorgezogene Neuwahlen im Raum. Dabei wird sogar eine Konstellation genannt, in der Köstinger unter FPÖ-Chef Herbert Kickl Vizekanzlerin werden könnte, schreibt die "Krone".

Einigkeit gibt es über diesen Plan innerhalb der ÖVP allerdings nicht. Vorerst bleiben Stocker und Babler an der Spitze - doch die parteiinternen Debatten sind eröffnet.

{title && {title} } wil, {title && {title} } 02.09.2026, 07:00