ChatGPT statt selber denken? Künstliche Intelligenz gehört für Österreichs Schüler längst zum Alltag. Laut einer aktuellen Untersuchung des Nachhilfeinstituts LernQuadrat nutzen 96 Prozent der Befragten KI für die Schule. Gleichzeitig glauben drei Viertel, dass unsere Gesellschaft dadurch eher dümmer wird.
Besonders häufig kommt KI in Mathematik zum Einsatz. Schüler lassen sich Aufgaben erklären, Rechenwege zeigen oder Lösungen überprüfen. Jeder Dritte nutzt KI sogar täglich.
Doch die Programme übernehmen auch ganze Arbeiten: Viele erstellen damit Referate oder erledigen Hausübungen. Fast jeder Fünfte lässt sogar Texte im eigenen Namen schreiben.
Dass Lehrer den Unterschied bemerken, glauben viele nicht. Schüler verändern KI-Antworten gezielt, damit sie wie selbst geschrieben wirken. Konsequenzen gibt es laut Umfrage nur selten.
Die KI-Nutzung verändert auch das Lernverhalten. Laut der LernQuadrat-Umfrage berichten viele Schüler, dass sie mit KI schneller lernen und weniger Schulstress haben. Andere geben hingegen an, den Lernstoff schneller wieder zu vergessen oder sich nur noch oberflächlich damit zu beschäftigen.
Besonders auffällig: Ein Drittel hat sich noch nie damit beschäftigt, wie KI eigentlich funktioniert oder welche Daten die Programme sammeln.
Für die österreichweite Online-Umfrage von LernQuadrat wurden zwischen Juni und Oktober 2026 insgesamt 1.045 Schüler im Alter von elf bis 20 Jahren befragt.