Die Ermittlungen nach dem Femizid in der Gemeinde Sooß in NÖ dauern an, das vorläufige Obduktionsergebnis steht noch aus. Laut derzeitigem Ermittlungsstand dürfte der tatverdächtige Ehemann, von dem sich das Opfer getrennt hatte, im Haus auf die Gattin gefeuert haben.
Anschließend soll der 47-Jährige auf die 38-Jährige eingestochen haben (vermutlich mit einem Schraubenzieher), dann die Leiche in den Garten geschleift und mit Grünschnitt zugedeckt haben.
Die Frau war am frühen Sonntagabend blutüberströmt aufgefunden worden – laut Staatsanwaltschaft wies sie Stich- und Schussverletzungen sowie Verletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich auf. Auch die Neun-Millimeter-Pistole, älteren Modells, wurde sichergestellt.
Der Mann soll die Waffe von "einem Unbekannten" vor einiger Zeit in Wien gekauft haben, besaß die Pistole illegal.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
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Die Kinder- und Jugendhilfe ist im persönlichen Kontakt mit den vier minderjährigen Kindern, die ihre Mutter verloren, weitere Hilfs- und Unterstützungsangebote werden geprüft.
Der tatverdächtige Ehemann (Anm.: einschlägige Vorstrafen gegen seine Ehefrau liegen nicht vor) hatte selbst den Polizeinotruf gewählt, versuchte den Beamten erst eine Geschichte um einen "unbekannten Fremden" aufzutischen, bis er in der Einvernahme einknickte und die Tat gestand. Über den 47-Jährigen wurde die U-Haft verhängt, es gilt die Unschuldsvermutung.
Seitens der Gemeinde Sooß wurde ein Spendenaufruf für die Familie gestartet, Bürgermeister Hermann Rauch zu der Bluttat in seiner Gemeinde: "Die schreckliche Gewalttat, die sich am Ostersonntag in Sooß ereignet hat, hat uns alle zutiefst erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Kindern und ihrer Familie."
Spendenkonto: Marktgemeinde Sooß, IBAN: AT19 3204 5000 0509 5120, BIC: RLNWATWWBAD, Unterstützung Femizid Sooß