Sich um den Nachwuchs mit Autismus zu kümmern, ist für die Familie aus dem Bezirk Ried im Innkreis aufreibend: Mutter und Vater müssen rund um die Uhr da sein, um zu helfen, wo es geht.
Dennoch gestand ihnen die Pensionsversicherungsanstalt nicht mehr als Stufe 1 zu. Die Betroffenen wandten sich schließlich an die AK. Die Experten klagten gegen den bisherigen Bescheid, um eine Erhöhung zu erreichen.
Das Sozialgericht beauftragte einen Sachverständigen, der ein neues Gutachten erstellte. Darin kam er zum Schluss, dass der monatliche Pflegeaufwand mehr als 180 Stunden beträgt. Die Folge: Den Innviertlern wurde Stufe 6 zugesprochen und damit deutlich mehr Geld.
Die Kammer machte zuletzt darauf aufmerksam, dass sie alleine im Vorjahr mehr als 2.500-mal gegen die PVA vor Gericht gegangen ist. Täglich würden Mitglieder von Problemen im Zusammenhang mit Pflegegeld sowie der Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension berichten.
Ein Linzer ist stinksauer: Er hat zwei Stürze und vier Operationen hinter sich. Herrn P. (65) musste sogar ein Bein amputiert werden. Trotzdem bekommt er keinen Cent Pflegegeld.
Er habe sich mit seiner Situation mental zwar "ganz gut arrangiert", so der Mann zu "Heute". P. kommt aber überhaupt nicht damit zurecht, dass er nicht einmal Pflegestufe 1 erhält. Er spricht von einer "riesengroßen Sauerei".