Immer mehr Fälle bekannt: Nachdem bereits Wiener Fotografen Opfer des Hacker-Angriffs geworden waren, gibt es nun auch Fälle in Vorarlberg. Ein großangelegter Datendiebstahl bei einem deutschen Anbieter für Online-Fotogalerien sorgt in der Branche für Aufregung. Die Plattform Portraitbox wird auch von Berufsfotografen in Vorarlberg genutzt – vor allem für den Austausch von Schul-, Kindergarten- und Klassenfotos.
Laut der Wirtschaftskammer Vorarlberg fand der Angriff bereits Mitte Mai statt. Fachgruppenobmann Frederick Sams spricht im ORF von einem sensiblen Vorfall: Auf der Plattform seien nicht nur Fotos gespeichert gewesen, sondern auch personenbezogene Daten wie Namen, Adressen, Telefonnummern und teilweise Zugangsdaten.
Besonders brisant: Auf den betroffenen Bildern sind auch viele minderjährige Kinder zu sehen. Einige Fotografen hätten sich bereits bei der Wirtschaftskammer gemeldet, Schulen und Eltern seien informiert worden.
Die deutsche Plattform sei sehr beliebt, wenn es um den Austausch von Bildern mit vielen Empfängern geht, erklärt Sams. Genau diese breite Nutzung mache den Vorfall besonders heikel.
Die Behörden und der Anbieter selbst haben inzwischen reagiert: Eine IT-Forensik wird eingeschaltet, auch Datenschutzbehörden und Strafverfolgungsbehörden wurden informiert. Zudem wird geprüft, ob auch Zahlungsdaten betroffen sein könnten.