Er ist wieder zurück auf der großen Bühne. Und er sorgt auch wieder für kontroverse Aussagen.
Bei der Kundgebung am Dienstagmittag erklärte Xavier Naidoo, den Menschen, die "selber Kannibalen sind", sei es wichtig, "dass wir alle Kannibalen werden, damit wir alle in die Hölle runterfahren".
Auf welche konkreten Personen oder Fälle sich seine Aussagen bezogen, führte der Sänger nicht aus. Die von der US-Regierung veröffentlichten Epstein-Akten belegen zwar systematischen Kindesmissbrauch, jedoch finden sich darin keine Hinweise auf Kannibalismus.
Naidoo ist für das Verbreiten von Verschwörungserzählungen bekannt. In den 2000ern machte er als Sänger Karriere, in den Folgejahren sorgte er immer wieder durch rechtspopulistische und anti-semitische Aussagen für Aufsehen. Mehrfach behauptete er etwa, Deutschland sei "immer noch ein besetztes Land".
Offiziell war Naidoo zu der Berliner Kundgebung eingeladen. Das geht aus Aussagen einer Teilnehmerin während eines Livestreams hervor.
2022 hatte der Sänger ein öffentliches Video geteilt, in dem er sich für frühere Aussagen entschuldigte, ohne jedoch konkret zu benennen, welche Aussagen gemeint waren. Seitdem ist er wieder bei öffentlichen Auftritten zu sehen, meist ohne die früher bekannten bizarren Zwischentöne.