Erster gegen Elfter, 20 Punkte Unterschied zwischen beiden Mannschaften – selten war die Ausgangslage vor dem Wiener Derby so eindeutig zugunsten seines Vereins. Deshalb hatten die Hütteldorfer vor dem 351. Duell mit der Austria am Sonntag (17 Uhr) auch eine besonders breite Brust.
Allen voran Star-Stürmer Ercan Kara. "Wir wissen, was das Derby für einen Stellenwert hat, dass es ein emotionales Spiel ist. Es wird Leidenschaft drin sein", prognostizierte der Torjäger, schob selbstbewusst an: "Wir sind motiviert, wollen gewinnen."
Dass das Derby in der Heimstätte der Austria und ohne Rapid-Anhang stattfindet, ist für Kara derweil kein Problem. "Wir sind Rapid, wir fürchten uns vor niemandem", erklärte der Stürmer.
Angst habe er sowieso vor keinem Gegner. "Es freut einen, wenn man ein Derby spielen darf", meinte Kara dann. Und kündigte an, er wolle in Richtung des Gästesektors, in dem keine Fans der Hütteldorfer sitzen werden, jubeln. "Ich trage die Fans im Herzen, werde jubeln, als wären sie da."
Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup beschäftigte sich derweil mehr mit dem Gegner. Die Austria hat erst am vergangenen Wochenende Trainer Helm entlassen, Young-Violets-Coach Maximilian Uhlig als Interimstrainer installiert. "Es ist nicht die beste Situation, in der man sein kann, wenn man gegen einen Verein spielen muss, der gerade seinen Trainer geändert hat", meinte der Däne.
Immerhin: Die Austria hat bereits das Cup-Achtelfinale gegen Hartberg absolviert. Und man dürfe es auch nicht zu sehr zerdenken. Auch der neue Coach habe nur eine Woche Zeit gehabt und müsse bereits sein zweites Spiel bestreiten. Da bleibe wenig Zeit für grundlegende Veränderungen.
"Wir sind gut vorbereitet. Es geht aber um unser Spiel. Wir müssen uns auf die Aufgabe konzentrieren, um ein gutes Resultat zu erreichen", so der Erfolgstrainer. "Es liegt alles in unserer Hand, solange wir alles dafür machen", ergänzte Hoff Thorup