Studenten-Projekt

Kleidung und Spielzeug: Das ließen Flüchtlinge zurück

Studierende sammelten entlang der Balkanroute persönliche Gegenstände von Flüchtlingen. Jetzt werden die Fundstücke in Klagenfurt ausgestellt.
04.11.2026, 11:39
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Abgetragene Schuhe, kaputte Sandalen, zerrissene Kleidung und alte Zahnbürsten: Was auf den ersten Blick wie Müll aussieht, erzählt von den Wegen geflüchteter Menschen. In Klagenfurt werden nun Gegenstände ausgestellt, die entlang der Balkanroute gefunden wurden.

Auch Hauben, Handtücher, leere Nivea-Dosen, Schlafsäcke und Spielzeug sind darunter. Die Dinge blieben an Straßenrändern und in Wäldern zurück. Warum sie dort liegen gelassen wurden, ist nicht immer klar. Manche waren möglicherweise zu schwer, andere wurden nicht mehr gebraucht.

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Studierende sammelten Gegenstände

Studierende und Lehrende der Universitäten Primorska in Koper und Triest waren im Rahmen eines Forschungsprojekts an den Grenzen zwischen Kroatien, Slowenien und Italien unterwegs. Dort sammelten sie die zurückgelassenen Gegenstände ein.

Jetzt sind die Fundstücke Teil der Ausstellung "Grenzen und Migration: Im Garten der (Un)sichtbaren" an der Pädagogischen Hochschule Kärnten.

"Diese Gegenstände erzählen bewegende Geschichten von Menschen, die auf der Suche nach Sicherheit und einer besseren Zukunft schwierige und gefährliche Wege durch die Wälder des Balkans gehen mussten. Hinter jedem Gegenstand steht ein Mensch mit einer persönlichen Geschichte", sagt Ibrahim Rasool, Trainer des SK Austria Klagenfurt Frauenteams und ehemaliger Flüchtling, gegenüber der "Kleinen Zeitung".

Ausstellung noch bis 16. November

Die Ausstellung soll Besucher dazu bringen, sich mit den Lebenswegen geflüchteter Menschen und den Grenzen auseinanderzusetzen, die sie auf ihrer Flucht überwinden müssen.

Wer sich die Fundstücke selbst ansehen möchte, hat noch bis 16. November Zeit. Die Ausstellung ist an der Pädagogischen Hochschule Kärnten in der Hubertusstraße 1 in Klagenfurt zu sehen. Auch Schulklassen sind willkommen. Ermöglicht wurde das Projekt durch das EU-Projekt "RE4 Healing – Crossborder Remembrance, Reconnection, Restoring and Resilience".

red, Akt. 04.11.2026, 13:19, 04.11.2026, 11:39