Seit 2020 trainiert Pedro Leitao Brito, auch Bubista genannt, das Nationalteam seiner Heimat Kap Verde. Der international völlig unbekannte Bubista war einst Kapitän der Nationalmannschaft und absolvierte 16 Spiele in der Innenverteidigung des Inselstaats. Nach zwei Amtszeiten als Co-Trainer und Stationen bei nationalen Klubs stieg er zum Chefcoach auf. Der 56-Jährige formte sein Team zu einer defensiven Topmannschaft, die in zehn Spielen der WM-Qualifikation siebenmal ohne Gegentor blieb. 2025 wurde Bubista als Afrikas Trainer des Jahres ausgezeichnet.
Logan Costa vom FC Villarreal ist der wertvollste Spieler des Kaders. Der spanische Topklub überwies vor zwei Jahren 18 Millionen Euro für die Dienste des Innenverteidigers an den FC Toulouse. Obwohl der gebürtige Franzose die gesamte Saison mit einem Kreuzbandriss ausfiel, wird er bei der WM als Abwehrchef dabei sein. Auch Außenverteidiger Wagner Pina (Trabzonspor) und Senkrechtstarter Sidney Lopes Cabral (Benfica Lissabon) verkörpern die aufstrebende Generation. Cabrals Aufstieg gleicht einem Märchen: Innerhalb von zwei Jahren schaffte er den Sprung vom Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt über Viktoria Köln zum portugiesischen Rekordmeister in die Champions League.
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Die "Blue Sharks" sind erstmals für eine Fußball-WM qualifiziert. Mit knapp über 500.000 Einwohnern ist die afrikanische Inselgruppe nach Island der zweitkleinste Teilnehmer der WM-Geschichte. In der Qualifikation ließ Kap Verde den Gruppenfavoriten Kamerun hinter sich und qualifizierte sich direkt für die Endrunde. In Gruppe H startet die Mannschaft als klarer Underdog ins Turnier. Die Gegner sollten jedoch gewarnt sein: Bei ihrer ersten Teilnahme am Afrika-Cup 2013 schaffte es Kap Verde als Außenseiter direkt ins Viertelfinale. Können sie das auf der großen Weltbühne wiederholen?