In Weihnachtsansprache

König Charles ruft zu "Mitgefühl und Versöhnung" auf

In Zeiten der gesellschaftlichen Spannung appelierte König Charles III. an die Briten Mitgefühl zu zeigen.
Newsdesk Heute
25.12.2025, 18:16
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Der britische König Charles III. hat in seiner Weihnachtsansprache zu "Mitgefühl und Versöhnung" in einer Zeit gesellschaftlicher Spaltung aufgerufen. "Das sind die Werte, die wir niemals aus den Augen verlieren dürfen", sagte Charles III. am Donnerstagnachmittag in einer zuvor in der Westminster Abbey aufgezeichneten Videobotschaft.

"Mithilfe der großen Vielfalt unserer Gemeinschaften können wir die Kraft finden, dafür zu sorgen, dass das Recht über das Unrecht triumphiert", fügte er hinzu. Der 77-jährige Monarch erinnerte an die Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Man dürfe die Werte von damals nie aus den Augen verlieren.

Angesichts von Widrigkeiten müsse man Widerstandskraft zeigen, Frieden durch Vergebung finden und aufeinander zugehen. Diese Werte würden bis heute von allen großen Glaubensrichtungen geschätzt – insbesondere in Zeiten der Unsicherheit, betonte Charles.

Migrations-Debatte spaltet Gesellschaft

Das zukünftige Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, die Londoner Bischöfin Sarah Mullally, warnte derweil in ihrer Weihnachtspredigt, dass die Debatte über Migration die britische Gesellschaft spalte. "Unsere gemeinsame Menschlichkeit sollte uns vereinen", sagte sie in der St.-Pauls-Kathedrale in London.

Die Migration, insbesondere durch Überquerungen des Ärmelkanals, ist in Großbritannien zu einem brisanten politischen Thema geworden. Es setzt die Labour-Regierung von Premierminister Keir Starmer zunehmend unter Druck und trägt zu steigenden Beliebtheitswerten der rechtspopulistische Partei Reform UK bei. Die Partei des Einwanderungsgegners Nigel Farage legte zuletzt in den Umfragen zu.

Am 28. Januar 2026 wird Mullally als erste Frau in der Geschichte zur neuen Erzbischöfin von Canterbury und damit zum Oberhaupt der Anglikanischen Kirche. Die Anglikanische Kirche zählt rund 85 Millionen Mitglieder in über 165 Ländern. Nach jahrelangem erbitterten Streit erlaubte die Kirche erstmals 2014, dass Frauen zu Bischöfinnen geweiht werden durften, was erstmals 1989 in den USA geschah.

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