Dramatische Stunden am Hochstaufen: Drei junge Männer aus Hessen (Deutschland) waren am Sonntagnachmittag auf dem tief winterlichen Steig über die Steinernen Jäger in Richtung Gipfel unterwegs. Doch im steilen Gelände ging einem 22-Jährigen die Kraft aus.
Der junge Wanderer war durch die Kälte und die Anstrengung so erschöpft, dass er nicht mehr weiterkonnte. Seine beiden Begleiter alarmierten die Bergrettung und blieben bei ihm, bis die Einsatzkräfte eintrafen.
Die Rettung gestaltete sich äußerst schwierig. Schneefall und Nebel sorgten für schlechte Sicht. Mehrere Versuche, die drei Wanderer mit einem Hubschrauber zu erreichen, scheiterten.
Den Bergrettern blieb nur der Weg durch das steile, teilweise absturzgefährdete Gelände. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden und zog sich bis in die Dunkelheit.
Die Einsatzkräfte sicherten die drei jungen Männer mit einem Seil und begleiteten sie hinauf zum Reichenhaller Haus nahe dem Gipfel des Hochstaufen.
Obwohl die Schutzhütte für die Saison bereits geschlossen war, nahm der Hüttenwirt die Wanderer und ihre Retter auf. Alle konnten dort übernachten und wurden verpflegt.
Bereits in der Nacht auf Sonntag hatte sich auf dem Hochkönig in Salzburg ein dramatischer Rettungseinsatz abgespielt.
Ein 19-jähriger Deutscher musste aus dem Königsjodler-Klettersteig bei Mühlbach am Hochkönig gerettet werden. Seine Begleiter hatten ihn zuvor allein zurückgelassen. Die Bergretter brachten den jungen Mann bei einem schwierigen Einsatz über das Birgkar ins Tal.