Die Stadion-Pläne für Austria Salzburg nehmen Fahrt auf! Am Montag hat sich die Salzburger Stadtregierung einstimmig auf das weitere Vorgehen für eine neue Heimstätte der Violetten geeinigt. Gleich drei mögliche Standorte kommen dafür infrage.
Der Handlungsbedarf ist groß: Das bestehende Stadion in Maxglan war bislang 23 Spiele in Folge ausverkauft und wird spätestens mit Ende der Saison 2030/31 die Anforderungen für den Spielbetrieb in der 2. Liga nicht mehr erfüllen.
Konkret nimmt die Stadt drei mögliche Standorte unter die Lupe: das ASFINAG-Areal, die Messe und das Sportzentrum Nord. Welcher davon tatsächlich das Rennen macht, ist noch völlig offen.
Zunächst müssen die rechtlichen Voraussetzungen für die Nutzung der Grundstücke geklärt werden. Außerdem sollen zertifizierte Untersuchungen zeigen, welche Auswirkungen ein Stadion auf die Licht- und Lärmbelastung in der Umgebung hätte.
Parallel dazu werden die Gespräche mit Austria Salzburg fortgesetzt. Auch das Land Salzburg soll in die Planungen eingebunden werden. Erste Kostenschätzungen, die Klärung der Projektverantwortung und ein eigener Lenkungsausschuss stehen ebenfalls auf dem Programm.
Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) zeigt sich nach der Einigung zufrieden: "Mit dem heutigen Schulterschluss der Stadtregierung haben wir einen wichtigen ersten Schritt gesetzt."
Dabei soll nicht nur auf die Bedürfnisse des Fußballklubs Rücksicht genommen werden. Auch die Interessen der Anrainer und die städtebaulichen Voraussetzungen sollen bei der Standortwahl eine entscheidende Rolle spielen.
Lange müssen die Austria-Fans auf die nächste wichtige Weichenstellung nicht warten. Bereits im ersten Quartal 2027 soll der bevorzugte Standort feststehen und den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Zuvor ist eine Abstimmung mit dem Verein und dem Land Salzburg vorgesehen.
Bis zum ersten Spatenstich ist es damit zwar noch ein weiter Weg. Für die Violetten ist die einstimmige Einigung der Stadtregierung aber ein wichtiges Signal: Die Suche nach einer neuen Heimstätte wird jetzt konkret.