Das Kopftuchverbot an Wiener Schulen beschäftigt zunehmend die Behörden. Wie die Bildungsdirektion Wien am Freitag bekannt gab, wurden seit Schulbeginn insgesamt 104 Vorladungen an Erziehungsberechtigte ausgestellt. In 92 Fällen fanden bereits Gespräche in der Bildungsdirektion statt.
Die Bilanz mit Stand 22. Oktober 2026: Insgesamt wurden 41 Erstanzeigen wegen Verstößen gegen das gesetzliche Kopftuchverbot erstattet. Dazu kommen 28 Folgeanzeigen aufgrund wiederholter Verstöße. Damit wurden bereits 69 Anzeigen registriert.
Die Bildungsdirektion übermittelt die Anzeigen an das jeweils zuständige Magistratische Bezirksamt. Dort wird anschließend das Verwaltungsstrafverfahren bearbeitet.
Fast alle Anzeigen aufgrund des Kopftuchverbotes entfallen auf Mittelschulen und allgemeinbildende höhere Schulen. Von den insgesamt 41 Erstanzeigen entfallen 21 auf Mittelschulen und 19 auf AHS. An Volksschulen wurde hingegen nur eine einzige Erstanzeige erstattet.
Die neuen Zahlen zeigen zudem einen deutlichen Anstieg gegenüber dem 9. Oktober. Damals hatte die Bildungsdirektion nach einer Datenkorrektur erst 18 Anzeigen gemeldet. Mittlerweile sind es insgesamt 69 Anzeigen, wobei die Behörde nun zwischen 41 Erstanzeigen und 28 Folgeanzeigen aufgrund wiederholter Verstöße unterscheidet.