Rettung geplatzt

435.000 Euro Schulden! Wiener Reiseplattform ist pleite

Pleite bei einer Wiener Reiseplattform! Traivelling hat 435.000 Euro Schulden. Rund 200 Gläubiger sind betroffen, eine Sanierung ist nicht geplant.
23.10.2026, 21:30
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Pleite bei einer Wiener Reiseplattform! Die Traivelling GmbH, die sich auf die Vermittlung internationaler Zug- und Busreisen spezialisiert hat, ist insolvent. Am Freitag (23. Oktober) wurde am Handelsgericht Wien ein Konkursverfahren über das Unternehmen eröffnet.

Die Schulden belaufen sich auf rund 435.000 Euro. Etwa 200 Gläubiger sind betroffen. Besonders bitter: Eine geplante Rettung durch Investoren ist gescheitert. Eine Fortführung samt Sanierung ist derzeit nicht vorgesehen.

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200 Gläubiger von Pleite betroffen

Das Unternehmen mit Sitz in der Zentagasse 45/13 in Wien-Margareten betreibt eine Buchungsplattform für grenzüberschreitende Zug- und Busverbindungen.

Ziel des Angebots ist es, nachhaltige Reisen einfacher zu machen. Kunden sollen internationale Verbindungen mit möglichst geringem Planungs- und Buchungsaufwand finden und buchen können. Doch nun ist das Unternehmen zahlungsunfähig.

Wie der Kreditschutzverband KSV1870 mitteilt, sind rund 200 Gläubiger von der Insolvenz betroffen. Die Gesamtverbindlichkeiten beziffert KSV1870-Experte Peter Stromberger auf etwa 435.000 Euro.

Wichtige Software wurde nicht fertig

Als Ursache für die Insolvenz wird vor allem eine verzögerte technische Entwicklung genannt. Traivelling hatte an einer eigenen Softwareschnittstelle gearbeitet, die speziell für Geschäftskunden vorgesehen war. Über diese sogenannte B2B-Lösung sollten andere Unternehmen die Buchungsdienstleistungen der Plattform nutzen können.

Die Schnittstelle galt laut den Angaben im Insolvenzverfahren als wesentliche Grundlage für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Erst dadurch sollten Umsätze in einer Größenordnung erzielt werden, die einen dauerhaften Betrieb ermöglichen. Doch genau dieses Vorhaben konnte nicht rechtzeitig abgeschlossen werden.

Die für die weitere Unternehmensentwicklung notwendigen Einnahmen blieben damit hinter den Erwartungen zurück.

Rettung durch Investoren gescheitert

In weiterer Folge versuchte das Unternehmen, eine Finanzierung durch Investoren sicherzustellen. Diese Bemühungen führten jedoch nicht zum erhofften Ergebnis. Schließlich musste die Traivelling GmbH Insolvenz anmelden. Das Handelsgericht Wien eröffnete am 23. Oktober das Konkursverfahren.

Eine Fortführung des Geschäftsbetriebs im Rahmen einer Sanierung ist nach den vorliegenden Unterlagen nicht geplant. Damit unterscheidet sich das Verfahren von einer Sanierungsinsolvenz, bei der ein Unternehmen mithilfe eines Sanierungsplans weiterbestehen soll.

Welche konkreten Folgen die Pleite für bereits gebuchte Reisen oder mögliche Kundenansprüche hat, wird in der KSV1870-Mitteilung nicht ausgeführt.

Gläubiger haben bis Dezember Zeit

Zum Masseverwalter wurde Rechtsanwalt Mag. Dr. Peter Sommerer aus Wien bestellt. Er ist nun für die Abwicklung des Konkursverfahrens zuständig. Betroffene Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 7. Dezember 2026 anmelden. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für den 22. Dezember 2026 angesetzt.

Erst im weiteren Verfahren wird sich zeigen, welche Vermögenswerte vorhanden sind und in welchem Umfang offene Forderungen befriedigt werden können.

red, 23.10.2026, 21:30
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