Der Streit um das Kopftuchverbot beschäftigt auch Vorarlberg. In der Mittelschule Bregenz-Schendlingen weigern sich sieben Mädchen, ihre religiöse Kopfbedeckung im Unterricht abzunehmen, das berichtet vol.at.
Schon am ersten Schultag gab es vor dem Schulgebäude Proteste einiger muslimischer Eltern. Diesen Montag spitzte sich die Situation schließlich zu.
Ein muslimisches Ehepaar demonstrierte erneut vor dem Schulgebäude. Direktorin Bianca Wimmer erzählt vol.at von einer heftigen Auseinandersetzung mit dem Mann: "Der Mann führte sich sehr ungehalten und rabiat auf. Ich versuchte ihm klarzumachen, dass ich ein Gesetz zu vollziehen habe und das Kopftuchverbot nicht meine Entscheidung ist. Nach einer langen Diskussion forderte ich ihn auf, die Schule zu verlassen. Dem kam er nicht nach. Danach rief ich die Polizei."
Die Direktorin wünscht sich nun vor allem wieder Ruhe an ihrer Schule. "Die Muslime sind bei uns eine kleine Minderheit. Ich hätte viel anderes zu tun, als mich mit solchen Vorfällen herumzuschlagen", sagt sie vol.at.
Die meisten Missachtungen des Verbots gibt es in Wien. Hier wurden bereits 55 Fälle an die Bildungsdirektion weitergegeben, nachdem Gespräche an den Schulen nicht dazu geführt hatten, dass die Mädchen ihr Kopftuch ablegten.
Nun werden dort die Eltern zu weiteren Gesprächen geladen. Bleibt es danach beim Verstoß, kann als nächster Schritt ein Verwaltungsstrafverfahren folgen.