Die Nachricht, dass Russland seine Bürger von unabhängigen Informationsquellen über den Krieg in der Ukraine abschneidet, verbreitet sich schon seit längerer Zeit. Am 4. März beschloss die russische Regulierungsbehörde Roskomnadzor, den Zugang zu Facebook landesweit zu sperren. Am selben Tag verabschiedete das Oberhaus des russischen Parlaments, einen Gesetzesentwurf, der die Veröffentlichung "falscher Informationen" über die russischen Streitkräfte mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft. Russische Medien wurden angewiesen, nur Informationen aus Regierungsquellen zu veröffentlichen und die Situation in der Ukraine als "spezielle militärische Operation" zu bezeichnen.
NEXTA berichtet, dass der Kreml möglicherweise noch einen Schritt weiter geht und die Russen vom globalen Internet abschneidet. Es sei möglich, dass in Russland ein nationales Netz namens RuNet eingerichtet wird.
"Russland hat mit aktiven Vorbereitungen begonnen, um die Verbindung zum globalen Internet zu unterbrechen. Spätestens am 11. März müssen alle Server und Domains in die russische Zone verlegt werden. Darüber hinaus werden detaillierte Daten über die Netzinfrastruktur der Standorte gesammelt", kann man in einem Beitrag des NEXTA-Portals lesen.
Wenn sich Russland tatsächlich vom globalen Netz abtrennt, können die Russen keine Informationen aus dem Ausland erhalten. Sie werden auch den Zugang zu den meisten sozialen Medien verlieren.