Floß hier wirklich Bargeld für die Beschleunigung von Verfahren? Ein möglicher Korruptions-Skandal erschütterte zuletzt die Wiener Einwanderungsbehörde (MA 35). Wie bereits berichtet, kam es an der Adresse in der Dresdner Straße zu einer Razzia.
Im Fokus standen die Büroräume einer leitenden Mitarbeiterin. Auch ein ihr untergebener Referatsleiter der Behörde geriet ins Visier der Ermittler. Er saß sogar kurzzeitig in Untersuchungshaft und war seinen Job los.
Wie die "Krone" berichtet, musste nun auch seine zuerst vom Dienst freigestellte Vorgesetzte den Hut nehmen. Es ist also bereits die zweite Entlassung in dieser Causa. Die Ermittlungen laufen unterdessen weiter. Für beide Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Der zuständigen Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (Neos) zufolge könne nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden, dass einzelne Mitarbeiter ein Fehlverhalten an den Tag legen. Die Causa würde jedoch beweisen, "dass die internen Compliance- und Kontrollsysteme funktionieren", so die Neos-Politikerin.
Laut dem Bericht ist jetzt auch klar, wie alles aufflog. Emmerling zufolge war "eine Meldung im Wiener Hinweisgebersystem" der Ausgangspunkt für die Ermittlungen. Demnach sei die Leitung der MA 35 daraufhin von der MD-PR, Gruppe Interne Revision und Compliance, "entsprechend der vorgesehenen Abläufe und Prozesse" informiert worden.