Wirbel um Einwanderungsbehörde

MA35-Skandal: Ruf nach Verlust der Staatsbürgerschaften

Razzia und schwere Vorwürfe um die MA 35. Die FPÖ will nun alle Aufenthaltstitel und Einbürgerungen einem Check unterziehen.
Newsdesk Heute
24.09.2026, 21:28
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Riesiger Wirbel um die Wiener Einwanderungsbehörde (MA 35)! Wie bereits berichtet, kam es bei der Zentrale in der Dresdner Straße 93 zu einer Razzia. Dabei durchsuchten Ermittler laut "Krone" das Büro einer leitenden Mitarbeiterin.

Die Vorwürfe wiegen schwer: So soll bei der Vergabe von Aufenthaltstiteln und möglicherweise sogar bei der Verleihung von Staatsbürgerschaften in ihrem Einflussbereich nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein. Neben der Frau steht auch ein ihr untergebener Referatsleiter der MA 35 im Visier der Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA).

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Vorteilsannahme, Missbrauch der Amtsgewalt und Bestechlichkeit

Es muss nun geklärt werden, ob es ein korruptes Netzwerk innerhalb der Einwanderungsbehörde gibt. Demnach gebe es auch den Verdacht, dass für Beschleunigung von Verfahren auch Bares geflossen sein soll. Der Referatsleiter befand sich wegen Verdunkelungsgefahr sogar in Untersuchungshaft, ist inzwischen aber wieder auf freiem Fuß.

Eine weitere Durchsuchung habe es auch bei der Privatadresse der Verdächtigen gegeben. Dabei sei das Diensthandy der Frau sichergestellt worden. Die leitende Mitarbeiterin sei inzwischen freigestellt worden, der Referatsleiter ist seinen Job los. Gegen die Frau laufe ein Verfahren wegen Vorteilsannahme, gegen den Ex-Mitarbeiter wegen Missbrauch der Amtsgewalt und Bestechlichkeit, hieß es in dem "Krone"-Bericht. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Seitens der MA 35 hieß es auf Anfrage, dass man "eng mit den Ermittlungsbehörden" zusammenarbeite und "die Vorwürfe lückenlos aufgeklärt werden müssen". So habe man den Ermittlern selbst den Zugang zu den Diensträumlichkeiten und den dienstlichen Geräten der Mitarbeiterin gewährt.

Brisante Statistik

Laut Informationen der "Krone" soll die Beschuldigte albanische Wurzeln haben. Dies macht eine Statistik besonders interessant. So soll die Frau bei Landsleuten den Einbürgerungs-Turbo gezündet haben. So wurden im Jahr 2023 57 Albaner eingebürgert. Im Jahr darauf waren es 81 und 2025 dann sogar 105 – ein Zuwachs von 84 Prozent in zwei Jahren.

Aufgrund der nunmehrigen Vorwürfe ist die Aufregung vor allem bei der Wiener FPÖ groß. Klubobmann Maximilian Krauss fordert, dass "alle Staatsbürgerschaften und Aufenthaltstitel, die von den betroffenen Personen in der MA 35 betreut oder entschieden wurden", nun überprüft und im Ernstfall auch rückabgewickelt werden müssen. Ihm zufolge würden jede Einbürgerung und jeder Titel aus diesem Umfeld "unter dem Generalverdacht der Unrechtmäßigkeit" stehen.

red,Akt. 24.09.2026, 21:36, 24.09.2026, 21:28