Alarm im Grätzl

Spritzen, Drogen, Geschrei – Wiener wollen hier weg

Aufregung in einem Wiener Park: Immer wieder kommt es zu Drogenkonsum, Lärm und Auseinandersetzungen. Anrainer wollen umziehen.
Newsdesk Heute
21.09.2026, 08:38
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Menschen schlafen auf Bänken, es kommt zu lautstarken Auseinandersetzungen und Drogenkonsum vor spielenden Kindern: Die Lage im kleinen Dingelstedtpark in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus hat sich seit Inkrafttreten des Alkoholverbots am Westbahnhof und der Schutzzone rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße verändert.

Das Problem: Die dortige Szene hat sich auf andere Gebiete in der Nähe verlagert. Gegenüber der "Krone" berichten nun Anrainer über ihre neue, tägliche Lebensrealität. So würden Menschen sogar auf mitgebrachten Matratzen dort nächtigen, herumschreien und mit Suchtgift handeln. Vor allem seit dem Sommer habe man einen "massiven Anstieg" bemerkt, klagt eine Anrainerin.

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Mutter besorgt um Sohn

Besonders für eine weitere Bewohnerin einer dortigen Wohnhausanlage wirkt die Situation "befremdlich". Sie macht sich Sorgen um ihren Sohn, der noch im Kindergartenalter ist. Sie erzählt von herumliegenden Spritzen und Drogenkonsum neben spielenden Kindern im Park. Ihren eigenen Sohn würde die Mutter dort nicht mehr frei herumlaufen lassen.

Die Österreicherin und ihre Familie würde inzwischen über einen Umzug nachdenken. Damit ist die Frau nicht alleine. Ein weiterer Anrainer, der inzwischen seit zehn Jahren in einem Wohnhaus in der Dingelstedtagasse lebt, ist dort inzwischen der einzige Bewohner. Erst vor Kurzem sei eine ältere Dame ausgezogen, weil sie dort kein Auge mehr zubekam.

Der Mann habe solche Zustände schon bei der Umgestaltung der Sackgasse befürchtet, nun seien sie eingetreten. Ihm zufolge würden vor allem die Sitzmöglichkeiten zum Schlafen einladen. Des Weiteren berichtet er von Drogensüchtigen, die sich im dortigen Brunnen waschen würden. Mehrfache Anrufe bei der Polizei seien bereits die Konsequenz gewesen.

Das sagt der Bezirkschef

Auch dem Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht (SPÖ) sind die Probleme bekannt. Laut dem Bericht würde er eine Verlagerung in seinen Bezirk bemerken, stehe jedoch hinter der Schutzzone. Ihm zufolge würde mehr Polizei und eine Aufrüstung der Einsatzgruppe für Straßenkriminalität helfen.

Seitens der Sucht- und Drogenkoordination der Stadt Wien hieß es auf "Krone"-Anfrage, dass man die Beschwerden sehr ernst nehme. Die Teams von der mobilen sozialen Arbeit (sam) würden bei Bedarf zur Verfügung stehen. Dass sich die Szene verlagern würde, wolle man jedoch nicht bestätigen.

red,Akt. 21.09.2026, 08:42, 21.09.2026, 08:38