Am späten Abend des 20. September kam es mitten in der Wiener Innenstadt zu einem tragischen Vorfall. In der Färbergasse stürzte ein Mehrparteienhaus teilweise ein. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Eine 85-jährige Frau konnte im Nachhinein nur noch tot geborgen werden. Bei ihr handelte es sich um die renommierte TU-Professorin Inge Troch – "Heute" berichtete.
Nun ist der tragische Vorfall um einen Akt reicher, denn nach wie vor sind viele Fragen offen. So ist unklar, wer für den Schaden aufkommen soll. Des Weiteren ist offen, wann mit den Sanierungsarbeiten begonnen wird. Zur Absicherung der Unfallstelle wurde seitens der Baupolizei ein Sicherungskonzept ausgearbeitet. Dieses muss jedoch erst von der Staatsanwaltschaft freigegeben werden, berichtet die "Krone".
Für die Bewohner des teilweise eingestürzten Hauses, die inzwischen woanders untergekommen sind, heißt es also weiterhin warten. Allerdings sind nicht nur sie betroffen, auch das Gasthaus Brezl Gwölb im Grätzel muss aufgrund des Vorfalls seine Türen geschlossen halten.
Begründet wird dies mit Sicherheitsmaßnahmen. Für die Betreiberin ist die Lage jedoch belastend, wie sie gegenüber der Tageszeitung schildert. Die Frau beklagt die mangelnde Planbarkeit und würde jeden Tag nachfragen, wann sie wieder aufsperren könne.
Wirtschaftlich stelle die aktuelle Situation "eine große Bedrohung" dar. Die Lokal-Chefin und ihre neun Angestellten würden "seit Tagen in der Luft" hängen. Die Gastronomin hofft für die Umsatzeinbußen auf Entschädigungen und habe bereits einen Anwalt eingeschaltet. Seitens der Baupolizei verwies man gegenüber der "Krone" auf laufende Ermittlungen. Das Lokal könne demnach erst wieder öffnen, wenn das Haus entsprechend abgesichert wurde.