Team-Olympiasieger 2022, drei WM-Goldmedaillen, 46 Weltcupsiege, dreimal Gesamtweltcupsieger – die Erfolgsliste von Kraft auf der großen Skisprung-Bühne ist lang. Doch auf den Olympia-Schanzen von Predazzo konnte der Salzburger dieser Liste kein weiteres Kapitel hinzufügen, der 32-Jährige kam weder mit der Normalschanze, noch mit der Großschanze zurecht.
Auf den ernüchternden 27. Platz auf der kleineren Schanze folgte am Samstagabend die Bruchlandung: Rang 36 und damit schon das Aus im ersten Durchgang des Großschanzenbewerbs. Kraft schaffte es nicht in die Entscheidung der besten 30.
"Es gibt immer ein erstes Mal. Ich bin nicht in Schuss gekommen, bei keinem einzigen Sprung. Es wollte einfach nicht sein", schüttelte Kraft nach der Enttäuschung den Kopf und ergänzte: "Dass ich in keinem Sprung auf den K-Punkt gesprungen bin, das habe ich echt noch nie erlebt."
Olympia könnte für Kraft schon wieder vorbei sein. Auf der Normalschanze wurde er nicht für das Mixed-Team nominiert, am Montag steht auf der Großschanze noch ein Super-Teambewerb auf dem Programm. Wohl ohne den Salzburger. "Abputzen, das gehört dazu, leider. Es kann manchmal weh tun, aber jetzt kann ich es auch nicht mehr ändern", so der Salzburger ernüchtert.
Zumindest wusste der Salzburger nach seinem 36. Platz, woran es lag. "Ich wollte das Mutige suchen, bin voll draufgeblieben, es ist in die Hose gegangen", so der 32-Jährige. "Ich bin schon optimistisch, dass ich das recht schnell wieder in den Griff bekomm", betonte er.