Energie-Krise spitzt sich zu

Krieg im Iran: Jetzt sollen Ölreserven aus OÖ helfen

Wegen der Krise im Iran greift Österreich auf eigene Ölreserven zurück - auch Rohöl aus Oberösterreich soll jetzt den Markt stabilisieren.
Oberösterreich Heute
20.03.2026, 13:44
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Die Spannungen im Nahen Osten treiben die Energiepreise nach oben - jetzt reagiert die Regierung. Um Diesel und Benzin leistbarer zu halten, sollen heimische Reserven angezapft werden. Auch Oberösterreich rückt dabei in den Fokus.

Im Kremstal, rund um Steyr und im Innviertel wird seit Jahren Rohöl gefördert. Rund 50.000 Tonnen kommen jährlich zusammen. International ist das wenig, für Österreich aber ein wichtiger Baustein. Das Öl landet nicht nur im Tank, sondern steckt auch in Kunststoffen oder Schmiermitteln.

"Klar ist, dass wir in Österreich aus unserem Rohöl und aus dem der OMV Diesel und Benzin machen können", wird RAG-Chef Markus Mitteregger im ORF zitiert.

Ein zentraler Pfeiler der Versorgung liegt in Kremsmünster: Dort lagern etwa 200.000 Tonnen Rohöl in großen Tanks. Das entspricht ungefähr dem Wochenbedarf des Landes - eine Art eiserne Reserve für Krisenzeiten.

Tonnenweise Rohöl in Kremsmünster

Geplant ist nun, zusätzliche Mengen aus anderen Bundesländern zur Raffinerie nach Schwechat zu bringen. Von Oberösterreich aus ist das allerdings logistisch aufwendig, da keine direkte Pipeline existiert. Transporte müssen daher anders organisiert werden.

Wie der "ORF OÖ" berichtet, soll das heimische Öl dennoch helfen, den Markt kurzfristig zu entlasten und Preisspitzen abzufedern.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt ein Fund aus jüngster Zeit: Bei einer Bohrung in Molln wurde Ende Februar erneut Leichtöl entdeckt. Die Ergebnisse gelten als vielversprechend, auch wenn Umweltorganisationen rechtlich dagegen vorgehen.

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