Die Hollywood-Adaption aus 1965 wurde zu einem der erfolgreichsten Musical-Filme aller Zeiten – vor allem in Amerika. Ab 6. Februar kommt "The Sound of Music" nun in einer kitschfreien, historisch authentischen Inszenierung von Andreas Gergen und Christian Struppeck an die Bühne Baden. Die Produktion, die vor 15 Jahren in Salzburg uraufgeführt wurde, erzählt die außergewöhnliche Geschichte der Familie Trapp, die auf wahren Begebenheiten beruht.
1938 wird die Novizin Maria (Katharina Gorgi) von der Mutter Oberin des Klosters Nonnberg in den Haushalt des verwitweten Kapitäns Georg von Trapp (Lukas Perman) geschickt, um sich dort um seine sieben Kinder zu kümmern. Mit ihrer unkonventionellen Art gewinnt sie schnell die Herzen der Kleinen und zeigt ihnen, wie sehr Musik das Leben bereichern kann. Auch der Vater beginnt, sich mehr und mehr für Maria zu begeistern.
Doch der Anschluss Österreichs an Deutschland und der Beginn des Zweiten Weltkriegs trüben das Glück der singenden Truppe. "Wir haben großen Wert darauf gelegt, die politischen Aspekte herauszuarbeiten. Immerhin ist die Familie Trapp über viele Umwege in die USA geflohen, wo sie ihre Weltkarriere als 'The Trapp Family Singers' startete“, erklärt Gergen. "Georg von Trapp war kein Widerstandskämpfer, aber überzeugter Österreicher, der den Nazis nicht dienen wollte", betont der künstlerische Leiter der Bühne Baden. Man habe bewusst "keine verkitschte Hommage an die Heimat" zeigen wollen.
Bei aller Detailtreue darf die Romantik im Musical aber nicht zu kurz kommen, ergänzt der Regisseur. Für die Produktion konnten noch weitere Stars gewonnen werden: Maya Hakvoort spielt die Mutter Oberin. Anna Rosa Döller verkörpert die große Trapp-Schwester Liesl und ihr Lebensgefährte Timotheus Hollweg den Rolf Gruber. Auch Chris Lohner ist in einer Rolle zu sehen – als Frau Schmidt.