Der Markt für Gegenwartskunst ist in der Krise. Das ist auch in Österreich spürbar, denn die beiden wichtigsten Messen in Wien mussten heuer überraschend abgesagt werden: Die Vienna Contemporary sei nicht mehr finanzierbar. Bereits im Dezember wurde bekannt, dass die Betreibergesellschaft VC Artfairs einen Verlust von drei Millionen Euro angehäuft hatte. Ein "radikales Überdenken" sei notwendig.
Auch die Spark art fair lässt heuer aus, man habe sich zu einer "strategischen Nachdenkpause" entschieden, um 2027 mit demselben Team und neuer Ausrichtung wiederzukommen. Ebenfalls abgesagt wurden für heuer die Veranstaltungen Art & Antique, sowie die Wikam Frühjahrsmesse im Schloss Laxenburg.
Doch es gibt einen Lichtblick: Neuer Hotspot für Aussteller soll dieses Jahr die art.baden werden, die von 24. bis 26. Juli erstmals stattfindet. Die Sommerfrische-Kunstmesse wird etwa 45 Galerien im Casino Baden beherbergen und zeitgenössischen Kunstgenuss bis in den späten Abend ermöglichen. Neben den Werken ist für den 25. Juli eine "art.night" geplant, wo Badener Institutionen wie das Arnulf Rainer Museum oder das Beethovenhaus bis 22 Uhr offen haben werden.
Die neue art.baden war ursprünglich als gemischte Messe angedacht, die auch Antiquitäten und bildende Kunst bis zum Biedermeier zeigen sollte, was in der Biedermeier-Stadt Baden naheliegend gewesen wäre. Nach Absagen der großen Wiener Veranstaltungen für heuer, liegt der Fokus jedoch nur auf zeitgenössischer Kunst. Interessierte Galerien können sich noch bis 15. April bewerben.