Sexflaute und Seitensprünge

Paar wird jetzt im Volkstheater therapiert

Im neuen Stück "State of the Union" (ab 13. 2.) ist ein Paar in der Krise. "Heute" hat mit Tjark Bernau über Eheprobleme gesprochen (nicht seine).
Anna Wallinger
04.02.2026, 06:00
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Schlechte Kommunikation, genervte Blicke, angespannte Stimmung, Sexflaute und Affären – Wenn die Ehe in der Krise ist, scheint oft nur noch eines zu helfen: Paartherapie! Genau darum geht es in Nick Hornbys Stück "State of the Union – Eine Ehe in 10 Sitzungen", das ab 13. Februar durch die 15 Spielstätten des Volkstheaters tourt. Der Auftakt dazu findet im Bezirk Brigittenau statt.

Kultautor Hornby zeigt im Stück, wie viel dramatisches Potenzial in einer Ehekrise steckt: Tom, Musikkritiker, und Louise, Ärztin, verhandeln in schnellen, pointierten Dialogen den alltäglichen Wahnsinn ihrer Beziehung. Nach Sexflaute und Seitensprung versuchen sie, in der Paartherapie zu retten, was zu retten ist. Gemeinsam mit Johanna Wokalek bringt Tjark Bernau die großen und kleinen Probleme einer Ehe auf die Bühne.

Wege zurück ins Eheglück

"Ich glaube, der zentrale Punkt, an dem Beziehungen scheitern, ist fehlende Kommunikation", sagt Tjark Bernau im "Heute"-Gespräch. Der 44-Jährige spielt den Protagonisten Tom, ist neu im Ensemble und privat ebenfalls mit einer Ärztin verheiratet. Der zweifache Vater betont jedoch, dass dies auch die einzige Parallele zu seiner Figur sei: "Privat hatte ich bislang noch keine Ehetherapie." Trotzdem hält er solche Angebote für wichtig: "Wenn es Menschen und Möglichkeiten gibt, die helfen, sollte man sie nutzen."

Für das in Krise geratene Paar Tom und Louise ist die Situation nicht aussichtslos, verrät Bernau: "Die beiden lernen wieder miteinander zu reden, auch wenn sich zuvor viel Frust angesammelt hat." Sie erinnern sich an die Momente der Verliebtheit zu Beginn ihrer Beziehung. "Die beiden sprechen wieder offen über ihr Sexleben, bevor die Kinder da waren, und versuchen, das wieder zu reaktivieren. Die Vergangenheit wirkt da stark in die Gegenwart."

Wohlfühlort Volkstheater

Eine Paartherapie kann besonders in der Situation der beiden Bühnenfiguren ein guter Begleiter und Wegweiser sein. Und auch wenn Bernau selbst noch keine Schiffbrüche in seiner Ehe erlebt hat, spricht er im Sinne des Stückes:  "Ich glaube schon, dass die Therapie für Tom und Louise hilfreich war". Ein kleiner Spoiler des Schauspielers verrät zudem: "Es sieht zumindest so aus, als ob die beiden zusammenbleiben."

Privat wie beruflich scheint Bernau ein sehr beständiger Typ zu sein: Obwohl er zunächst nur für die Saison 2025/26 am Volkstheater engagiert ist, kann er sich eine Zukunft in Wien gut vorstellen. Vor allem schätzt er das Ensemble: "Ich bin auf ein sehr nettes Kollegium gestoßen. Auch das Haus mag ich sehr, man kennt jeden persönlich. Ich bin gern da – und auch in der Stadt."

Mit Filmdarstellerin Johanna Wokalek an seiner Seite, die nun festes Ensemblemitglied am Volkstheater ist, scheint man auf Erfolgskurs zu sein. Jetzt muss also nur noch die Premiere gelingen und Tom gemeinsam mit Louise zurück ins Eheglück finden.

{title && {title} } wall, {title && {title} } Akt. 05.02.2026, 11:18, 04.02.2026, 06:00
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