Der Ötscher und das Skigebiet Lackenhof waren zuletzt in aller Munde. Nachdem die Schröcksnadel-Gruppe das unwirtschaftliche Skigebiet aufgeben wollte, sprang das Land Niederösterreich wie berichtet ein. Seither wird nach nachhaltigen Lösungen für den Ötscher gesucht. Die Grüne Landessprecherin Helga Krismer macht sich jetzt gemeinsam mit dem grünen Amstettener Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder vor Ort ein Bild von der Situation des von der Schließung bedrohten Skigebietes. Sie zeigte vor Ort mit gekonnten Schwüngen auf, lobte den Schnee, vermisste unter der Woche aber Besucher.
„Der Ötscher und das Ötscherland sind Herzstücke Niederösterreichs. Sie sind niederösterreichische Identität - und alleine deshalb zu schade, um lediglich Verschubmasse in taktischen Politspielchen zu sein“, so Krismer. „Es geht darum, nachhaltige, langfristige Lösungen für die Region zu finden, statt mit populistischen Ansagen und befristeten Versprechen Wähler:innenstimmen abzuholen,“ erklärte die Grünen-Chefin. So wie bisher, könne es allerdings auf keinen Fall weitergehen: „Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten, daher müssen Konzepte realisiert werden, die uns in Richtung Ganzjahrestourismus bringen.“
Dass der Betrieb des Landes lediglich für ein Jahr garantiert wurde, stieß den Grünen im Land sauer auf. Ebenso, dass es keinerlei Konzepte für ein nachhaltiges, zukunftstaugliches und somit dauerhaftes „Bespielen“ der Region gebe. Liftanlagen und Pisten würden von den Mitarbeitern vor Ort mit Hingabe in Stand gehalten, stellte Krismer fest. Doch sowohl die technische als auch die gastronomische Infrastruktur sind in die Jahre gekommen.
Ideensammlungen und -wettbewerbe, wie sie wie berichtet gerade stattfinden, setzt Krismer fort, „sind wichtig, um die Menschen hier mit einzubinden. Aber nicht die Anwohner:innen, sondern die Landes-ÖVP mit ihrer absoluten Mehrheit im Land ist hier in der Verantwortung, Konzepte und Ideen zu präsentieren, die länger als ein Jahr, also bis unmittelbar nach der Landtagswahl, gelten und halten. Es geht hier um weit mehr als nur ums Skifahren: Es geht darum, den Tourismus einer Region auf ganzjährige, klima- und zukunftstaugliche Beine zu stellen.“
Dem schloss sich auch Amstettens Vizebürgermeister Dominic Hörletzeder an: „Der Schlüsselsatz in der aktuellen ‚Rettung’ durch das Land ist diese Beschränkung auf ein Jahr. Die Grünen stimmten im Landtag gegen diesen wichtigen Satz: Ein ‚Aus‘ darf für Lackenhof keinesfalls eine Option sein – auch nicht nach der Wahl.“