Ab Herbst wird das Bezahlen der Maut auf Kroatiens Autobahnen komplett digitalisiert.
Das sogenannte Free-Flow-System soll die bisherigen Schranken ersetzen und für einen reibungsloseren Ablauf sorgen. Autofahrer werden künftig ohne Halt durch die Mautstationen fahren können.
Die kroatische Regierung hat die Finanzierung des neuen elektronischen Systems bereits beschlossen. Insgesamt sind für den Umbau über 160 Millionen Euro vorgesehen.
Wie die "TZ" berichtet, übernimmt der kroatische EU-Aufbaufonds rund 115,6 Millionen Euro der Kosten. Die restlichen 44,9 Millionen Euro trägt die Autobahngesellschaft Kroatische Autobahnen (HAC) selbst.
Das neue System funktioniert folgendermaßen: Fahrzeuge passieren die Mautstellen ohne Anhalten, während Kameras das Kennzeichen erfassen. Alternativ kann eine elektronische Mautbox genutzt werden.
Für Pkw und Motorräder bis 3,5 Tonnen bleibt die Wahl zwischen der Online-Registrierung des Kennzeichens und der Mautbox. Lkw, Busse und Fahrzeuge über 3,5 Tonnen müssen weiterhin eine Mautbox verwenden.
Die Umstellung beginnt nach der Sommersaison und soll bis zum 1. März 2027 abgeschlossen sein.
Eine Pauschal-Vignette wie in Österreich oder Slowenien ist nicht geplant, die Gebühren richten sich weiterhin nach der gefahrenen Strecke.