Das Finale des Eurovision Song Contest in Wien hatte musikalisch einiges zu bieten – doch die eigentliche Aufregung kam bei der Punktevergabe.
Der kroatische Jurysprecher vergab die maximalen 12 Punkte an die serbische Gruppe Lavina und ihren Song "Kraj mene". Auch weitere hohe Wertungen gingen unter anderem an Dänemark, Albanien und Australien.
Die vollständige kroatische Jurywertung sorgte dabei sofort für Reaktionen im Netz, vor allem wegen der starken Punktevergabe an das Nachbarland Serbien.
Doch der Blick in die Gegenrichtung brachte eine Überraschung: Die serbische Jury ließ Kroatien komplett leer ausgehen und vergab ihre 12 Punkte stattdessen an Bulgarien.
Durch die Show führte erneut Doris Pinčić, die bereits zum zweiten Mal in Folge aus Zagreb die Punkte der kroatischen Jury verkündete.
Die auffällige "Einbahnstraße" bei der Punktevergabe zwischen den beiden Nachbarländern blieb natürlich nicht unbemerkt. In sozialen Netzwerken wurde das Ergebnis sofort diskutiert und analysiert, wie so oft beim ESC, wo politische und kulturelle Spannungen gerne mit in die Wertung hineininterpretiert werden.
Aber beim Publikum sah die Sache komplett anders aus! Da schickten die kroatischen Fans ihren 12er nach Serbien, die serbischen ESC-Fans revanchierten sich mit 12 Punkten an Kroatien.