Protest gegen Übernahme

Kunst-Rebellen nehmen Kaffeehaus-Bild als Geisel

Mit einer Protestaktion sorgen Wiener Kunststudenten für Aufsehen. Sie wollen gegen die Übernahme des Bräunerhofs protestieren.
Wien Heute
15.06.2026, 22:41
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Ein ungewöhnlicher Protest sorgt derzeit in Wien für Aufsehen: Kunststudenten haben ein prägendes Bild aus einem traditionsreichen Kaffeehaus symbolisch zur "Geisel" genommen. Mit der Aktion wollen sie gegen die Übernahme des Bräunerhofs in der Wiener Innenstadt protestieren.

Auf einem Foto posieren mehrere junge Männer mit dem Bild, das über Jahre zu den markantesten Merkmalen des Cafés zählte. Auf diese Weise wollen sie auf den drohenden Verlust seiner kulturellen Identität aufmerksam machen.

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Wirbel um Wiener Institution

Der Bräunerhof im ersten Bezirk galt als eines der letzten echten Alt-Wiener Kaffeehäuser. Das Traditionslokal war nach 105 Jahren in die Insolvenz geschlittert. Nun wurde das Kaffeehaus jedoch gerettet: Fast ein Jahr lang wurde saniert und rund vier Millionen Euro investiert.

Ab Mittwoch empfängt das legendäre Café in der Wiener Innenstadt wieder Gäste. Die Wiener Gastro-Größen Mario Plachutta und Peter Friese vom Schwarzen Kameel haben den Bräunerhof übernommen.

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Doch nicht alle scheinen mit den Veränderungen zufrieden zu sein. Laut den Kunst-Rebellen wurde das Personal ausgetauscht, und im Kaffeehaus bleibe kein Stein auf dem anderen. Besonders kurios: Das Service galt als "legendär grantig", zudem gab es weder WLAN noch die Möglichkeit zur Kartenzahlung.

Genau diese Eigenheiten hätten jedoch den besonderen Charme des Lokals ausgemacht. Der Bräunerhof galt über Jahrzehnte als wichtiger Treffpunkt der Wiener Kunst- und Kulturszene. Eines haben die Kunst-Rebellen bereits erreicht: Für Gesprächsstoff sorgt die Bild-Geiselnahme jedenfalls schon jetzt.

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