Mitten im laufenden Betrieb eines Klinikums soll ab kommendem Samstag (28. März) ein kulturelles Großereignis stattfinden – und genau das sorgt jetzt für Aufmerksamkeit im Mostviertel. Die Niederösterreichische Landesausstellung zieht nach Mauer (Amstetten) und widmet sich einem sensiblen Thema: psychische Gesundheit.
Von 28. März bis 8. November wird das Gelände des Landesklinikums Mauer zur Ausstellungsfläche. "Eine Landesausstellung mitten im laufenden Betrieb eines Klinikums, so etwas hat es in dieser Form noch nie gegeben", so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP). Insgesamt fließen rund 43 Millionen Euro in die Modernisierung des Standorts.
Im Mittelpunkt steht das Thema "Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche. Gesundheit." – ein Bereich, der lange als Tabu galt. "Unser Ziel ist klar: Hinschauen statt wegschauen, stärken statt stigmatisieren und Menschen rechtzeitig die Hilfe geben, die sie brauchen", betonte die Landeshauptfrau.
Auch dunkle Kapitel der Geschichte werden nicht ausgespart. So sollen NS-Medizinverbrechen am Standort thematisiert und ein eigener Gedenkort geschaffen werden.
Die Ausstellung bringt nicht nur neue Einblicke, sondern auch konkrete Vorteile für die Region – etwa durch zusätzliche Gäste und mehr Wertschöpfung. Gleichzeitig bleibt der Klinikbetrieb eine besondere Herausforderung.
"Für das Landesklinikum Mauer steht der Schutz der Privatsphäre unserer Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner an oberster Stelle", stellte Klinik-Direktor Christian Korbel dazu klar.
Im Mittelpunkt der Kunstschau steht der gesellschaftliche Umgang mit psychischen Erkrankungen und wie sich dieser über die letzten 250 Jahre verändert hat. Themen wie Stress und mentale Gesundheit werden verständlich und alltagsnah aufbereitet.