Im Viertelfinale der Asienspiele kam es zu einer ungewöhnlichen Szene. Während eines Haltegriffs biss Tang ihrer Kontrahentin Maeda in den linken Arm. Die Japanerin machte den Ringrichter sofort auf den Vorfall aufmerksam.
Nach einer Überprüfung der Videoaufnahmen und der sichtbaren Bisswunde am Unterarm traf der Kampfrichter seine Entscheidung: Tang wurde disqualifiziert, Maeda zog in die nächste Runde ein.
"Es sah so aus, als würde es wirklich bluten", schilderte Maedas Trainer Maki Tsukada die Szene. "Man konnte den Bissabdruck ganz klar erkennen."
Auch Maeda selbst zeigte sich überrascht. "So etwas passiert nicht oft, deshalb war es auch für mich eine Premiere", erklärte die Japanerin nach dem ungewöhnlichen Zwischenfall.
Tang, die bereits dreimal eine Medaille bei Asienspielen gewonnen hatte, akzeptierte die Entscheidung. Nach einem Handschlag mit ihrer Gegnerin verließ sie die Matte und gab anschließend keine Interviews. Maeda ließ sich vom Beiß-Eklat nicht aus der Ruhe bringen. Die Japanerin setzte ihren erfolgreichen Turnierverlauf fort und krönte sich am Ende sogar zur Goldmedaillengewinnerin.