Brandon McNulty ist neuer Rad-Weltmeister. Der 28-jährige US-Amerikaner sorgte in Montreal mit einem mehr als 32 Kilometer langen Solo für die Sensation und schnappte sich den Titel. Er darf nun ein Jahr lang das Regenbogen-Trikot als amtierender Weltmeister tragen. Finanziell fällt die Belohnung für diesen Coup allerdings erstaunlich klein aus.
Gerade einmal 8.000 Euro Preisgeld soll McNulty laut "cyclinguptodate.com" für seinen WM-Titel erhalten. Zum Vergleich: Schon ein einzelner Etappensieg bei der Tour de France bringt 11.000 Euro. Die fließen üblicherweise aber in die Teamkassa.
Noch gewaltiger wird der Unterschied beim Blick auf die Gesamtwertungen der großen Rundfahrten. Der Tour-Sieger erhält 500.000 Euro, beim Giro d'Italia sind es 265.000 Euro und bei der Vuelta 150.000 Euro.
Selbst der Vergleich mit dem Tennis fällt kurios aus. Bei den US Open gibt es bereits für die Teilnahme an der ersten Runde der Qualifikation rund 28.000 Euro – mehr als dreimal so viel wie für McNultys WM-Gold.
Für den US-Profi dürfte die finanzielle Belohnung dennoch zweitrangig sein. "Es ist wie ein Wunder", sagte McNulty nach seinem Triumph. Neben dem Regenbogen-Trikot nimmt der 28-Jährige vor allem deutlich gestiegenes internationales Renommee aus Montreal mit.