Die US-Regierung will einen Flugzeugträger nach Lateinamerika verlegen. Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte am Freitag die Entsendung des Schiffs in die Gewässer vor der Küste Südamerikas an. Die Maßnahme stellt eine erhebliche Ausweitung der US-Militärpräsenz in der Region dar.
Wie der republikanische Politiker Sean Parnell auf X schreibt, plane das Department of War, die Gerald R. Ford Carrier Strike Group zu schicken, deren Flaggschiff der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford ist – der größte Flugzeugträger des US-Militärs.
Zuvor am Freitag hatte Hegseth einen Angriff des Militärs auf ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Boot in der Karibik gemeldet. Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben. Der Minister erklärte, das Boot sei von der kriminellen Bande Tren de Aragua betrieben worden. Zum genauen Angriffsort machte er keine Angaben.
Es war der bereits zehnte Angriff der US-Truppen auf ein mutmaßlich für den Drogenschmuggel genutztes Boot. Acht der Angriffe betrafen den Karibikraum, zwei den östlichen Pazifik.
Präsident Donald Trump hat die Angriffe damit begründet, dass sich die USA in einem bewaffneten Konflikt mit Drogenkartellen befänden und sich auf dieselbe Rechtsgrundlage berufen könnten, die der damalige US-Präsident George W. Bush heranzog, um nach dem 11. September 2001 einen Krieg gegen den Terror auszurufen.