Auf einer der wichtigsten Donauquerungen Wiens haben am Dienstag umfassende Sanierungsarbeiten begonnen. Die Floridsdorfer Brücke bleibt zwar befahrbar, dennoch müssen sich Autofahrer und Öffi-Nutzer bis Anfang September auf Einschränkungen einstellen.
Die 1979 eröffnete Floridsdorfer Brücke verbindet den 20. mit dem 21. Bezirk und zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen der Bundeshauptstadt. Täglich nutzen tausende Autofahrer, Radfahrer und Fahrgäste der Wiener Linien die Donauquerung. Damit das auch künftig sicher möglich ist, wird die Brücke nun umfassend saniert.
Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Erneuerung von sechs Fahrbahnübergangskonstruktionen mit einer Gesamtlänge von rund 200 Metern. Diese Bauteile gleichen temperaturbedingte Bewegungen der Brücke aus und sorgen für ein sicheres und komfortables Überfahren. Da sie das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht haben, müssen sie nun ersetzt werden.
Zusätzlich werden Betonschäden an Widerlagern und Stützen behoben sowie lokale Instandsetzungsarbeiten am Tragwerk durchgeführt. Parallel zur Brückensanierung werden die Gleisanlagen der Straßenbahnlinie 31 erneuert. Außerdem wird die Fahrradwendel beim Handelskai instand gesetzt.
Die Bauarbeiten erfolgen in zwei Abschnitten. Zunächst wird die Fahrbahn Richtung Floridsdorf samt Straßenbahngleisen sowie dem Geh- und Radwegbereich saniert. Anschließend folgen die Arbeiten auf der Fahrbahn Richtung Brigittenau.
Während des ersten Bauabschnitts kann die Straßenbahnlinie 31 die Brücke nicht befahren. Bis Ende August fährt sie daher nur zwischen Schottenring und Friedrich-Engels-Platz. Als Alternativen empfehlen die Wiener Linien die U6 sowie die Linien 30 und 11A. Die Linie 30 wird während der Bauarbeiten häufiger und länger unterwegs sein.
Trotz der Großbaustelle bleibt die Floridsdorfer Brücke durchgehend befahrbar. In beiden Fahrtrichtungen steht jederzeit mindestens ein Fahrstreifen zur Verfügung. Lediglich die Auffahrt auf die A22 in Fahrtrichtung Floridsdorf ist während der Arbeiten gesperrt. Autofahrer müssen auf benachbarte Donauquerungen ausweichen. Auch Fußgänger und Radfahrer können die Brücke grundsätzlich weiterhin benützen. Lediglich im Bereich einzelner Baustellen kann es kurzfristig zu kleineren Einschränkungen kommen.
Für viele Wiener ist die Brücke noch aus einem anderen Grund in Erinnerung: Erst Mitte Juni sorgte ein Brand im Bereich einer Dehnfuge sowie ein Kabelbrand in einem Technikraum unterhalb der Brücke für einen stundenlangen Feuerwehreinsatz. Die Donauquerung musste damals vorübergehend komplett gesperrt werden – "Heute" berichtete.
Ebenfalls am Dienstag haben die Arbeiten an der Klosterneuburger Hochstraße begonnen. Dort werden bis Sommer 2028 unter anderem Entwässerungsanlagen erneuert, Betonschäden saniert sowie Fahrbahnübergänge und Brückenlager ausgetauscht. Auch hier bleibt der Verkehr aufrecht: Je Fahrtrichtung steht mindestens ein Fahrstreifen zur Verfügung, allerdings müssen Autofahrer immer wieder mit wechselnden Einschränkungen rechnen.